Das leidige Thema - welche Headphones fürs InEar (Probe)

  • ich bin seit ein paar Tagen Kemper - User und du wohl schon ein "alter hase"- deshalb schreibe ich dir jetzt mal in der Hoffnung, dass du mir helfen kannst:


    Ich war heute zum ersten Mal im Probenraum um mal ein bisschen "meinen Sound "zu tweaken...


    Moin zusammen,
    ich bin seit ca. 1 Woche Kemper-User und nun stelle ich mein Setup zusammen:


    Beim ersten Testen im Probenraum ergabe ergab sich folgende Problematik:
    Ich habe zunächst über meine BlueAmps- Camper "2x12erFR- Box gespielt...da klang jedes Preset zwischen passabel und sehr gut...dann habe ich auf meine headphones gewechselt (AudioTeachnica ATH- M50) - und das ging gar nicht. Der Sound war/ wirkte total HI-Fi- mäßig und komprimiert, nix lebendiges mehr mit deutlich mehr unangenehmen, fizzeligen Höhen...

    Da frage ich mich jetzt:
    1) Womit stelle ich meine Sounds ein...bzw. welcher "sound" kommt aus der PA beim Gig nachher raus? (Klingt blöd, aber anders weiß ich mich nicht auszudrücken). Was nehme ich als Referenz?


    2) Wenn es an den Kopfhörern liegt: Welche (InEar) könnt ihr empfehlen...der oben genannte wird oft empfohlen, klingt aber echt schlecht finde ich, da geht der "Probenspaß wieder flöten....Vorher habe ich Röhrenamps gespielt, die gefielen mir über den Kopfhörer (und auch andere Bügelkopfhörer) ebenfalls nicht.


    Wäre klasse, wenn ihr mir da mal Rat geben könntest,
    vielen Dank schonmal :thumbup:

  • Ich vermute hier wirst du keinen Rat bekommen.
    Gefällt dir denn der Sound wenn du den Kopfhörer direkt in den KPA einsteckst? Falls die Antwort Nein ist liegt's am Kopfhörer. Falls die Antwort ja ist kann es am Kopfhörerverstärker des Monitorsystems liegen oder auch an den Kabelverbindungen bzw. deren Qualität (wird meist unterschätzt).
    Wie du siehst musst du auf Fehlersuche gehen und die nichtklingenden Teile der Signalkette identifizieren und dann vermutlich auswechseln. ;)

  • Hast Du Deine Kopfhöhrer direkt in den Kemper gestöpselt, oder bist Du über die PA zum Signal gekommen? Du kannst am Kemper ausgangsseitig einen globalen EQ einstellen, das wirkt auf die Kopfhöhrer genau so wie auf das Ausgangssignal für die PA.


    Was an InEars anders ist als bei HiFi-Kopfhörern kann ich Dir leider nicht sagen. Ich weiß nur noch, daß ich auch Verschiedene direkt bei Thoman in der PA-Abteilung ausprobiert habe (die haben da einen ganzen Setzkasten voll), am Schluss wurden es bei mir welche von Fischer-Amps.

  • Ich bin direkt mit den HP im Kemper gewesen...der Klang der FR- Box hat mir sehr gut gefallen. Hat der HP- Ausgang nen eigenen EQ? Dann könnte es damit vielleicht gehen.
    Ansonsten bleibt mir wohl nix anderes übrig als auszuprobieren...INEars kann man aber nicht im Store testen oder so...werde ich wohl nachheinander kommen lassen müssen...

  • ich hab's gerade mit meinen 3 Kopfhörern probiert. Bezüglich der Dynamik wirst du Kompromisse machen müssen, FR bleibt FR, ist ja auch mehr bewegte Luft zwischen Schallquelle und Trommelfell als bei HP.

  • Ja das stimm. Ich werde den Headphone auf der Probe eh über einen eigenen kleinen mixer abgreifen...ich denke, das versuche ich mal am DirectOut, dann habe ich einen eigenen EQ für den HP! Also quasi DirectOut--> Mixer--> HP...das müsste doch funktionieren ;)
    Danke schonmal!

  • Hallo.
    Es gibt keine vernünftigen InOhr Kopfhörer. Die klingen alle "wie Kloschüssel". Kaufe Dir einen vernünftigen, großen wirklichen Hifi Kopfhörer und dann hast Du auch einen guten Klang. Wer kauft sich einen supergeil klingenden KPA und dann dazu mies klingende InOhr-Kopfhörer.


    Gruß Jorrit.

  • Hallo.
    Es gibt keine vernünftigen InOhr Kopfhörer. Die klingen alle "wie Kloschüssel". Kaufe Dir einen vernünftigen, großen wirklichen Hifi Kopfhörer und dann hast Du auch einen guten Klang. Wer kauft sich einen supergeil klingenden KPA und dann dazu mies klingende InOhr-Kopfhörer.


    Gruß Jorrit.


    Was für ein Unsinn!!
    Kommt darauf an, wieviel Geld man dafür ausgeben möchte.
    Ultimate Ears oder 1964 In-Ears mit Mehrtreiberkonfigurationen klingen sehr gut, u.U. sogar audiophil.
    Selbst mein UE SF10 TripleFi (damals 239.- Euro) klingt richtig gut, obwohl nur In-Ear- Mittelklasse.

  • Hallo Ingolf.
    Dem kann Ich nicht ganz zustimmen. Es geht hier um Physik. Wellenlängen, Amplitudenverteilung, Eigenresonanz des Systems, ... Eine derart kleine Membran hat physikalische Grenzen. Genauso wie ein Mofa keinen 32 Tonnen LKW mit annehmbarer Geschwindigkeit ziehen kann. Aber durch Membranen mit großem Hub und leistungsstärke Neobdynmagnete wurden InOhr Kopfhörer in letzter Zeit immer besser. Sie kommen aber nicht an wirklich gute Große heran. Die haben sich auch verbessert. Mir persönlich ist noch kein InOhr Kopfhörer mit einer equivalenten Qualität untergekommen. Auch kein teurer. Man muß hier auch das Preis-Leistungs-Verhältnis berücksichtigen. Wenn ein normaler Kopfhörer für 200 Euro die selbe Quali wie ein InOhr Kopfhörer für 1600 Euro hat. Dann kaufe Ich mir für die Differenz lieber einen dritten KPA. ;)
    Quelle:
    http://www.thomann.de/de/ultimate_ears_ue_18_ambient.htm


    Beste Grüße Jorrit.

  • Seltsam. Ja, es geht um Physik. Trotzdem gehen auch 40 Hz mit einem InEar-Hörer - wenn man denn einen guten hat. Ich nutze eingegossene Ultimate Ears 10 pro. Das ist ein 3-Wege-System. Und ich bin sehr zufrieden damit. Sie sind nicht ganz so linear wie meine Neumänner im Studio, aber sie klingen gut. Preislich allerdings 4-stelliger Eurobereich. Deswegen versteh ich Ingolfs Kritik an deinem Post.

  • Seltsam. Ja, es geht um Physik. Trotzdem gehen auch 40 Hz mit einem InEar-Hörer - wenn man denn einen guten hat. Ich nutze eingegossene Ultimate Ears 10 pro. Das ist ein 3-Wege-System. Und ich bin sehr zufrieden damit. Sie sind nicht ganz so linear wie meine Neumänner im Studio, aber sie klingen gut. Preislich allerdings 4-stelliger Eurobereich. Deswegen versteh ich Ingolfs Kritik an deinem Post.


    Danke.
    @The_Playstation: Mir fehlt eindeutig die Differenziertheit in deinem obigen Post. Der Threadersteller hat eindeutig (auch) nach in-ear- Lösungen gefragt. Da sind Aussagen wie 'klingt wie Kloschüssel' äußerst schwach.

  • Hallo.
    Mich würde ein Frequenzverlauf interessieren. Alternativ würde Ich eine Messung in einem schalltoten Raum mit einem High-End-Mess-Mikrofon im 5bis6stelligen Euro-Bereich machen.


    EDIT: Ich war von einem equivalenten Preisrahmen ausgegangen. Ausserdem bleibt der prinzipielle Unterschied bestehen. Auch wenn die teuren, modernen nicht mehr so schlecht klingen. Im übrigen sehr abhängig von der Paßform der InOhr-Kopfhörer und daher nur eingeschränkt empfehlenswert.


    Beste Grüße Jorrit.

  • Das kann man nicht vergleichen, da die Übertragung im Ohr eine recht komplexe Angelegenheit ist. ;)
    Z.B. schwingen die Nervenhärchen in einer Flüssigkeit, die Frequenz und die Wellenausbreitungs-Geschwindigkeit in der Flüssigkeit wird umgerechnet und das Resonanzverhalten (Reflexionen in der Schnecke) sind völlig anders. Ganz zu schweigen von dem Hebelsystem im Ohr.


    EDIT: Ja. Oft mit erschreckendem Ergebnis. Ganz zu schweigen von den problematischen Meßbedingungen, da InOhr Kopfhörer je nach Dichtigkeit / Abschluß im Ohr sehr unterschiedlich klingen können, ...