Aktive Nahfeldmonitore

  • Guten Abend liebe Kemper Community,


    Wie schon im Titel steht bin ich auf der Suche nach guten Nahfeldmonitoren.


    Ich besitze den Kemper (Powerrack) nun seit gute 3-4 Monate und spiele über eine Blackstar Box.
    Neulich hatte ich mein Baby im Musikunterricht dabei und fuhr damit in Aktive Monitore. Das was man da hörte klang einfach um Welten besser als mein Cabinet, besonders die gekauften Studioprofiels die ich als Fehlkauf interpretierte, hauten mich aus den Socken 8o<3
    Ab da war mir klar, dass ich unbedingt sowas Zuhause brauche und bin sofort auf die Suche gegangen.
    Da ich mich mit Monitore aber überhaupt nicht auskennen wende ich mich nun an euch.


    Was haltet ihr von diesen Boxen:


    https://www.thomann.de/at/neumann_kh_120_a.htm
    https://www.thomann.de/at/adam_a7x_monicon_bundle.htm


    Ebenfalls interessiert mich was ich zusätzlich noch an Equipment benötige z.B.: Kabel, Mischpult etc.


    Wäre toll wenn mir jemand helfen könnte.


    LG

  • Hallo, die von dir genannten Boxen sind sicherlich ok, wobei auch sog. FRFR- Boxen alle ein wenig anders klingen und es somit immer auch ein bisschen Geschmackssache ist und bleibt.
    Weitere häufig genutzte Boxen sind Yamaha HS-7 und -8 sowie die KRK Rokit- Serie.

  • Ich nutze welche von Fluid Audio.
    Das Beste ist aber in ein Fachgeschäft zu gehen und ein paar Boxen anhören.
    Und hier empfiehlt es sich zu den Großen Häusern zu gehen, da diese eine größere Auswahl haben
    als der kleine Musikladen "auf dem Land".

  • Was haltet ihr von diesen Boxen:

    Die beiden genannten habe ich (zumindest im Zusammenhang mit dem Kemper) noch nicht gehört. Preis/Leistungs-mäßig würde ich mal die Turbo-Serie von "Monkey Banana" ins Auge fassen - ich bin mit den Turbo 5 seit längerem sehr zufrieden. Die klingen mit dem Kemper hervorragend und kosten kein Vermögen.

    Ebenfalls interessiert mich was ich zusätzlich noch an Equipment benötige z.B.: Kabel, Mischpult etc.

    Wenn du nur den Kemper laut machen willst brauchst du neben den Lautsprechern im Grunde bloß passende Kabel. Wenn du z.B. mal einen Backingtrack abspielen möchtest geht das ohne Probleme über den Alternative-Eingang + Return des Kemper, dazu muss nicht unbedingt ein Mixer o.ä. her.


    Grüße,
    Sam

  • Ich habe gute Erfahrungen mit Studiomonitore zu Hause. Meine (Behringer Thruth 2030A) habe ich bei ebay um 150 Euro das Paar erstanden.


    Die von Ingolf genannten bewegen sich preislich im Bereich von 300-400 Euro/Paar und sind sicherlich sehr zu empfehlen.
    Natürlich ist preislich auch noch Luft nach oben . ;)

  • Danke für die schnelle Antworten! Großes Lob hier an die Community die egal wie banal meine Fragen manchmal waren, mir immer sofort geholfen haben


    Grundsätzlich sollten die Boxen nicht den Preis von 1000 - 1200 Euro überschreiten.
    Von den Yamaha HS 7 habe ich auch schon viel positives gehört. Wenn ich aber eines gelernt habe dann ist es, wer billig kauft, kauft zweimal und da würde mich interessieren ob eben Monitore im 300.- Bereich klanglich deutlich schlechter wie welche um 600.- sind. Ich bin weder Profi noch habe ich das ultimative Gehör aber ich möchte nach dem Kauf keinen matschigen dumpfen Sound haben. Da lege ich sonst gerne mehr drauf.


    Am besten wäre natürlich selbst zu testen, ist aber bei meiner Wohnlage kaum möglich.


    Was das Zusatz-Equipment angeht: Ich spiele meistens zu Backing Tracks oder Songs die ich über dem PC abspiele und würde das gerne weiterhin so machen.

  • Am besten wäre natürlich selbst zu testen, ist aber bei meiner Wohnlage kaum möglich.

    Sound ist sicherlich eine Frage des Geschmacks und der Sensibilität. Für mich sind die günstigeren ausreichend.
    Ich denke Yamaha HS-7 oder KRK RP6 Rokit sind nicht so schlecht, schon gar nicht wenn man eh keine große Lautstärken fahren kann.

  • Grundsätzlich sollten die Boxen nicht den Preis von 1000 - 1200 Euro überschreiten.
    Von den Yamaha HS 7 habe ich auch schon viel positives gehört. Wenn ich aber eines gelernt habe dann ist es, wer billig kauft, kauft zweimal und da würde mich interessieren ob eben Monitore im 300.- Bereich klanglich deutlich schlechter wie welche um 600.- sind. Ich bin weder Profi noch habe ich das ultimative Gehör aber ich möchte nach dem Kauf keinen matschigen dumpfen Sound haben. Da lege ich sonst gerne mehr drauf.


    Am besten wäre natürlich selbst zu testen, ist aber bei meiner Wohnlage kaum möglich.


    Was das Zusatz-Equipment angeht: Ich spiele meistens zu Backing Tracks oder Songs die ich über dem PC abspiele und würde das gerne weiterhin so machen.


    Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem ein High End System seine Stärken auch nicht mehr richtig ausspielen kann weil es die Räumlichkeiten nicht hergeben. Zwischen 500€ für ein Boxenpaar und 1000€ pro Boxenpaar ist natürlich ein Unterschied, Räumlichkeit, Präzision, Linearität... da gibt es schon deutliche Steigerungen. Aber hier muss man sich auch die Frage stellen ob es der Anwedungsfall denn zwingend erfordert. Gitarrensounds sind jetzt ja nicht unbedingt der Inbegriff von HiFi und für eine einigermaßen anständige Wiedergabe ohne dass da eine Standard HiFi Anlage mit ihren Prozessoren und "Soundverschönerungen" herumdoktort, reichen die meisten der Systeme aus. Da kann man übrigens auch mal bei Nubert schauen... da gibt es auch gute Systeme.
    Wenn es matscht und mumpft ist die Chance übrigens nicht gering, dass es gar nicht am Wiedergabe Gerät liegt sondern an den räumlichen Gegebenheiten und der Aufstellung.

  • Kann meinem Vorredner nur beipflichten bzgl. der räumlichen Gegebenheiten.
    Solange dein Raum keine zumindest einigermaßen brauchbare Dämmung hat, macht es wenig Sinn im hochpreisigeren Bereich Aktivmonitore zu kaufen. Außerdem will ich noch dazusagen, dass insbesondere die Neumann geradezu gnadenlos "analytisch" sind. Nicht wirklich ideal für den MusikGENUSS. Etwas übertrieben könnte man sie auch als ausgesprochen "steril" bezeichnen, was die präzise Arbeit beim Mischen (in einem dafür geeigneten Raum) erheblich erleichtert. Die von mir empfohlenen KS digital sind diesbezüglich ähnlich, haben aber ein wesentlich differenzierteres Stereobild und sind insgesamt einen kleinen Tick "runder" im Klang. Machen beim Mischen einfach hörbar mehr Spaß als die Neumann Speaker, ohne dass feine Details auf der Strecke bleiben.


    Da du kompletter "Anfänger" bist und dein Hauptaugenmerk offenbar nicht auf präzisester Abhöre liegt, würde ich den anderen Meinungen zustimmen, dass du mit den Yamaha HS-8 oder HS-7 sicherlich besser fährst. Hervorragende und gleichzeitig bezahlbare Monitore und nicht umsonst sehr sehr weit verbreitet. Im wörtlichen Sinne sehr preiswert. :)

  • Rokit rp 6 g3 hier. Preis/Leistung top. Kein subwoofer nötig. Vergleich mal die technischen Daten mit anderen. Wollte erst genelecs kaufen, die waren mir dann aber am Ende viel zu teuer als ich die Rokits gehört habe.


    Gruß
    Frank

  • Ich bin weder Profi noch habe ich das ultimative Gehör aber ich möchte nach dem Kauf keinen matschigen dumpfen Sound haben. Da lege ich sonst gerne mehr drauf.

    Matschigen dumpfen Sound habe ich auch mit den günstigen JBL LSR 305 nicht, da würde ich mir keine Sorge machen. Wenn da dann dumpfer, matschiger Sound rauskommt liegt es wohl an den Kemper-Einstellungen.
    Nach oben gibt es preislich wenig Grenzen, bis zu einem gewissen Punkt lohnt es sich bestimmt, mehr Geld auszugeben, wieviel muss bei der Anwendung jeder selbst mit sich ausmachen.


    Welche Monitore hattest du denn im Musikunterricht? Hast du mal darüber nachgedacht, die zu kaufen? Die hast du wenigstens schonmal gehört und sie haben dir gefallen.

  • Aktive Studio-Nahfeldmonitore stehen meist in Ohrhöhe auf dem Regiepult eines akustisch optimierten Regieraumes und dienen dazu, analytisch den Mix zu bearbeiten (feinste Anpassungen z.B. Hallräume "durchsichtig" machen, das Panorama bis ins kleinste Detail schichten). Danach lehnt man sich zufrieden zurück und genießt das Ergebnis über die Hauptabhöre, die mehr den gewohnten Hörgewohnheiten entspricht, eher "runder" wiedergibt.
    Worauf ich aber hinaus will und "lightbox" sowie "Navar" völlig zustimme: der Aufstellort entscheidet alles. Die "Neumänner" haben die Bassreflexöffnung auf der Vorderseite und können nahe vor einer Wand aufgestellt werden. Die "KS Digital C-8" haben diese Öffnung hinten. Mein Sohn hat sich in einem akustisch brauchbaren Raum ein Hobby-Studio eingerichtet, beide Modelle (und noch ein paar mehr) in dieser semi-professionellen Preisklasse ausprobiert. Da diese vor einer Wand stehen müssen, stellten sich die Neumänner als die geeignetsten heraus.
    Ich habe die Gelegenheit genutzt und durch alle den "Kemper" geschickt. Ganz ehrlich: hier muss es gar nicht zu analytisch sein, die Yamaha HS 8 als Beispiel funktionieren mitten im Wohnzimmer stehend (Reflexöffnung hinten und 8 Zoll) einfach gut genug. Soll die Hauptaufgabe das Verstärken des "Kempers" daheim sein, sind die prima. Will man mehr damit machen, gibt es geeignetere (wohl dann auch teurere).

  • Hallo!


    Ich habe gesucht, konnte aber nichts passendes finden, und grabe daher hier diesen Thread wieder raus ... und zwar weiß ich nicht, wie ich meinen Kemper direkt an meine HS8 anschließen kann.
    Laut Manual gehen die Main Outs entweder an die DAW oder an den FOH, der Monitor Out an aktive Monitore (ich habe die Powered Rack Variante).
    Die HS8 sind ja aktiv, aber ... ganz doof: Ich habe ja zwei Monitor. Also: XLR R und L einfach direkt an die HS8?


    Es geht darum etwas zu testen, weil ich mit den Pegeln am UR12 Interface nicht zufrieden bin (Clipped sehr sehr früh, muss bis -20 und mehr am Kemper runter gehen, dementsprechend kommt in Logic nicht so viel an, was ich wenig kompenieren kann), und wenigstens (bis ich ergründet habe, wieso) bis dahin an meinen HS8 spielen kann :)


    Vielen Dank!
    Niklas

  • Ich habe bisher daheim über meine ollen Behringer Truth 2030A gespielt.
    Eher aus Neugier hab ich mir dann am Montag die Neumänner k120 geordert, da Sie in diversen Foren ziemlich hoch gelobt werden. Nicht nur von Kemperianern, sondern auch von Studiobesitzern, die sie für einen natürlich klingenden loben.
    Ich mach’s kurz: Alter Falter, was für ein Unterschied. Die geb ich nie wieder her.
    Damit wird’s fast schon wieder so dreidimensional wie bei nem echten gut klingenden Röhrenamp. Und das bei nachbarschaftsfreundlichen Lautstärken, und Hall und Delay Effekte klingen noch mal 100% besser.
    Kann ich nur empfehlen

  • Es freut mich, dass Dir die Neumänner gut gefallen, Jens. Ich bin auch nach wie vor von ihnen begeistert. Sicherlich ist ihr Hauptzweck die Analyse von Audioinformationen, aber sie haben dennoch irgendwie auch noch einen "Wohlklang". Und: für mich harmonisieren sie gut mit dem Kemper. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie recht unproblematisch sind im Hinblick auf den Aufstellungsort.