Gekaufte Presets

  • Moin,
    so, noch ein Problem, welches mich ziemlich beschäftigt.


    Ich habe mir einige Presets von diversen Anbietern gekauft.
    Und seltsamerweise klingen diese im Proberaum (über PA) sehr matschig und undefiniert.
    Selbst die merged profiles klingen wie aus einer Blechdose.
    Woran kann das liegen?


    Habt ihr Tipps, welche Anbieter wirklich gute Profiles verkaufen, bei denen man nicht mehr grossartig was rumdrehen muss.


    Ich danke euch schon mal voran...bin seit gestern wieder ziemlich gefrustet deswegen.


    Grüße

  • Du spiellst uber ein normaler gitarren box ? Pure cab soll nicht angeschaltet sein , und auch naturlich nicht die cab simulation bei dieser monitor out buchse ...


    Mir gefällen die top jimo profiles sehr gut , bogner uberschall und die SS friedmans sind der hammer ! alle rigs mit ein M sind merged und diese nütse ich


    gr


    Raf

    Kemper Powered Rack and remote/Mission pedal with Zilla 212 (K-100/V30) and Kemper stage with mission pedal

  • Welche Presets hast du gekauft ?
    Es gibt kaum ein Profil, dass ich verwende, bei dem ich nicht etwas herumgeschraubt habe.


    Ein Profile muss ohne Effekte mal gut klingen. Dies und der Rest ist sicherlich auch Geschmacksfrage
    Meist gehe ich beim gain etwas herunter und ev. am Amp die Definition ,
    Ist mein Geschmack und für mich ist besser als gain raufschrauben. Wenns sein sollte, nehme ich eher ein Rig mit höherem gain innerhalb des Paketes.
    Dann probiere ich meine Lieblings-CABs. Diese sind ein wichtiger Bestandteil des Sounds.
    Gegebenenfalls noch etwas EQ bevor ich Effekte einbaue.
    Die Effekte sind dann auch Geschmacksache bzw hängen vom geplanten Einsatz ab. Ich nehm' lieber zu wenig als zu viel.
    Die Endabstimmung mache ich im Probelokal bei Gig-Lautstärke und letztlich mit meinen Bandkollegen im Zusammenspiel.


    Ist es eher ein Rythmus sound und ich auch eventuelle Solis spiele, versuche ich ob ich mit morph einen vernünftigen Solosound hinbekomme.
    Morph steuere ich mit einem eigenen externen Taster, da ich für einen Steptanz auf dem remote, während ich spiele, nicht mehr behende genug bin. (Auch wenn mein derzeitiger Avatar etwas übertrieben ist ;) )

  • vielen Dank.
    Also ich habe Presets von STL Tones, Choptones, Tonehammer und Guidorist gekauft.


    Aber keinen Sound finde ich über PA wirklich gut. Ich weiß, Sound is eine subjektive Sache, aber mein Bandkollegen bestätigen dies.
    Über die Gitarrenbox selbst klingen alle sehr bassig und matschig.
    Über die PA zu "schrill", undefiniert und einfach nicht gut.


    Macht es Sinn die Presets über Kopfhörer nachzubearbeiten? Wobei eine PA ja einen ganz anderen Frequenzspektrum abdeckt.


    Sharry: das Avatar sieht eher nach "gemütlich" aus :)

  • Hi Bbb,


    zu dumpf.
    Selbst wenn ich Gain und Bässe zurückdrehe ist es nur bedingt besser.
    Aber das kann doch nicht der Sinn sein, denn ein Profile ist ja ein Snapshot eines Amps und wenn ich am EQ was ändere, habe ich ja nicht mehr den Amp, den ich wollte. :/

  • Hi Bbb,


    zu dumpf.
    Selbst wenn ich Gain und Bässe zurückdrehe ist es nur bedingt besser.
    Aber das kann doch nicht der Sinn sein, denn ein Profile ist ja ein Snapshot eines Amps und wenn ich am EQ was ändere, habe ich ja nicht mehr den Amp, den ich wollte. :/

    Das ist falsch.
    Wenn Du an einem Marshall an den Treble, Bass oder Middle Knöpfen rum drehst, ist es ja immer noch ein Marshall Amp, oder?
    Der Grundsound des Profiles sollte sich durch (dosierten) Einsatz des EQ nicht verändern!

  • Als erstes würde ich mal schauen ob die Eingänge des Mischpultes nicht übersteuert werden.
    Dann in den Kanälen schauen ob sich da nicht vielleicht der EQ aktiv ist.


    Hast du mal ein Musikstück, das du gut kennst über die PA gehört? Es gibt da solche und solche.
    Am Profiler am besten mit dem Output EQ nachregeln.

  • Das sollten ja eigentlich brauchbare Profile sein. Was macht ihr für Musik? Welche Amps hast Du gekauft? Welche Gitarre benutzt Du damit?


    Über KH anpassen bringt nichts. Du musst schon mit der PA und auf Basis der Gig-Lautstärke die Bearbeitung der Profile machen. Zu schrill über die PA bedeutet ja zu viele Höhen, daher vllt. mal probieren in der Ampsection - Definition und ggf. Clarity runter. Höhen raus und Mitten rein. Ggf Cabsim gegen eine etwas dunkler klingende zB Marshallbox tauschen. Mesaboxen, Bogner etc, die mit einem SM57 abgenommen wurden, sind in der Regel sehr schrill. Sonst auch mal mit EQ versuchen zB Lowcut bei 80Hz und Hicut bei 8kHz, ist es immer noch schrill Hicut weiter runterziehen.
    Auch mal gucken, ob nicht vllt der Input oder Output clippt. Gain am KPA etwas reduzieren oder ggf. auch Volume an der Klampfe etwas runter. Gibt viele Parameter mit denen man tweaken kann. Ist aber Arbeit. Plug n Play halte ich für ein Gerücht aus der Marketingabteilung.


    Wenn ihr Aufnamen von Eurer Band habt, kannst Du die auch über die PA spielen und versuchen Deinen Sound darauf abzustimmen.


    Aber tendenziell finde ich auch, dass der KPA dazu tendiert Verzerrung und Gainsounds etwas digital fisselig wiederzugeben, obwohl sich ein mikrofonierter Marshall über ein SM57 über eine PA auch recht bissig anhört, ist mir bei unseren letzten beiden Gigs wieder bewusst geworden, da ich live immer noch Marshall Röhren-Amps spiele. Und aufgrund der Problematik tweaking etc bisher noch nicht in der Lage war den KPA im Bandkontext zu testen, da das gut geplant sein will und die Sounds in etwa stehen müssen sonst führt das verständlicher Weise zu viel Frust, da die Kollegen und man selber ja Songs proben will und keinen Bock auf tweaking-Orgien hat, wenn es mit der Röhre Plug & Play ist.


    Viel Glück.


    Bbb

  • Hi Bbb,


    zu dumpf.
    Selbst wenn ich Gain und Bässe zurückdrehe ist es nur bedingt besser.
    Aber das kann doch nicht der Sinn sein, denn ein Profile ist ja ein Snapshot eines Amps und wenn ich am EQ was ändere, habe ich ja nicht mehr den Amp, den ich wollte. :/

    Würde ich so nicht sehen, sondern Du passt ihn ja nur ein wenig an, so dass Dir das aufgenommene Sample des Amps klanglich gefällt und besser in Euren Bandkontext passt.


    Also den Amp kaufst Du mit den Profilen sowieso nicht auch wenn das immer so suggeriert wird aber es handelt sich doch um Momentaufnahmen eines Amps, die dem Ersteller des Profiles gut gefallen haben.


    Es ist ja auch nicht nur der Amp sondern die ganze Signalkette, die in so einem Profil steckt und da machen Box und Mikro und Position des Mikros neben dem Amp auch eine Menge aus.


    Bbb

  • Bei Kopfhörer stimme ich mit meinem Vorredner überein.
    Auch Don's Ratschläge sind sehr wertvoll.


    Die genannten Verkäufer repräsentieren eigentlich sehr qualitativ gute Rigs.


    Bei STL muss ich prinzipiell die Höhen etwas zurücknehmen - hängt aber auch von meiner Gitarre ab.


    Als Ausgang habe ich z.B. bei Main angezeigte -18 dB eingestellt.
    Innerhalb des Rigs sind bei mir die Volumen so eingestellt, dass die Output LED schon etwas in Richtung Gelb blinkt, wenn ich voll dreinhau. (Vor allen bei cleanen Sounds)


    CABs probieren - diese sind entscheidend für den Klang. Gerade bei realen GIG-Lautstärken. (Wie auch in der realen Verstärkerwelt )
    Nimm zB. mal ein Profil von Tonehammer, wähle ein CAB aus und drücke Copy-Knopf .
    Dann wechsle auf ein STL Profil, wähle CAB aus, drücke den Paste-Knopf und staune über die Klangänderung :) (Muss nicht unbedingt besser sein , ist aber sicher anders.)
    Geschmacksache eben sehr entscheidend. Für mich macht TH sehr gute Cabs - es gibt auch viele andere gute Profiprofiler, aber von denen hast du ja nun auch Cabs


    BTW: CABs kann man als presets mit eigene Namen speichern und dann mit dem Browseknopf in jedes Rig einbauen. (Da empfehle ich im Manual nachzulesen)



    Ist halt die Kehrseite der Medaille - bei vielen Wege kann man auch mehr Irrwege gehen..


    Ich brauchte rund 3 Monate und geduldige aber manchmal sogar etwas genervte Bandkollegen, bis ich den Kemper und das Tweaken einigermaßen verstand.
    Ich lerne heute noch.

  • Also, zunächst mal müssen deine Einstellungen bzgl. der Cabsim stimmen. Ich habe das bereits in deinem anderen Thread beantwortet. Für deine 2 x 12 auf der Bühne (deine persönliche Abhöre) muss die Cabsim abgeschaltet sein. Dafür gehst du ins Output Menü, da gibt es auf irgendeiner der vielen Seiten ein Box, die du anticken kannst. Damit ist die Cabsim für den Monitor Out, an der deine 2 x 12 (hoffentlich) angeschlossen ist, abgeschaltet. Sie ist aber immer noch angeschaltet für die Main Outs, über die du (hoffentlich) Richtung PA gehst. Jetzt hast du an deiner 2 x 12 ein Signal ohne Cabsim und über die PA ein Signal mit Cabsim (für deine 2 x 12 willst du keine Cabsim vom Kemper, denn deine 2 x 12 ist ja bereits ein Cab).
    Jetzt ist es so, dass du im Prinzip zwei verschiedene Sounds für Bühne und PA hast, denn die Cabsim vom Kemper für die PA kann ganz anders klingen als deine 2 x 12 auf der Bühne. Und da beide (PA und 2 x 12) auch noch unterschiedliche Frequenzspektren aufweisen, muss man sie auch wie zwei verschiedene Sounds betrachten, denn was über deine 2 x 12 gut klingt, kann über die PA bescheiden klingen und umgekehrt. Um beides gut klingen zu lassen, musst du zunächst im Kemper einen Sound erstellen, der über beides annehmbar klingt. Die Feinarbeit kannst du dann über die Output EQ's von Monitor und Main Out machen.


    Oder: Du suchst eine Cabsim, die von vornherein ähnlich klingt wie deine 2 x 12. Um es nochmal kurz zusammenzufassen: Du kannst nicht erwarten, dass alle deine Sounds mit Cabsim über die PA super klingen und du die totale Soundvielfalt hast in dem Sinne, dass ein cleaner Fender Amp genauso original klingt wie eine verzerrter Marshall und diese Vielfalt 1:1 auch über deine 2 x 12 wiedergegeben wird. Das geht deshalb nicht, weil eine Box (egal ob als Sim wie im Kemper oder physisch vorhanden wie deine 2 x 12) ganz entscheidend den Sound beeinflusst. D.h. dass deine 2 x 12 jedes Profil entsprechend färbt, während es über die PA viel originaler klingt. Die Lösung: Für die Bühne auf die 2 x 12 verzichten und den Bühnensound über eine Monitorbox (z.B. Yamaha DXR 10) abhören, denn die hat einen ähnliches Frequenzspektrum wie die PA.
    Oder du sagst, ich brauche eh nur 3 Sounds. Dann kannst du auch bei deiner 2 x 12 bleiben, wenn sie dir gefällt. Dann würde ich die 2 x 12 aber mikrofonieren und dieses Signal in die PA schicken. Dann musst du auch nicht im Kemper nach einer passenden Cabsim suchen.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

  • Ich mache es anders. Als erstes kümmere ich mich (sehr laut) um einen erstklassigen Monitorsound. Der große Unterschied liegt bei mir darin, dass ich eine frfr nutze. Ich will die gleiche cab sim auf auf meinem Monitor hören die auch zur PA geht. Zwei komplett unterschiedliche Sounds würden mich madig machen. Klingt die frfr richtig geil gebe ich das Signal an die PA. Der Soundmensch passt dann am PA EQ bedarfsweise noch etwas an. Das klappt ganz prima und Soundchecks gehen in 10 Minuten con statten.

  • Das wäre auch die Lösung, die ich bevorzugen würde und oben bereits (neben anderen) vorgeschlagen habe. Ich wollte aber auch die Möglichkeiten darstellen, falls er bei seiner 2 x 12 unbedingt bleiben möchte.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

  • Das wäre auch die Lösung, die ich bevorzugen würde und oben bereits (neben anderen) vorgeschlagen habe. Ich wollte aber auch die Möglichkeiten darstellen, falls er bei seiner 2 x 12 unbedingt bleiben möchte.

    Schon klar und auch gut so! Ich hab meine 2x12 mesa boogie genau wegen der ganzen Probleme verkauft und mir die rcf 10" sma frfr gekauft. Seit dem hab ich Ruhe.

  • Dazu auch noch meinen Senf.
    Für mich ist der PA-Sound der Wichtige. Die macht vor uns den Rums und besitzt einen kräftigen Basswoofer.


    Ich bin nicht so empfindlich, wenn der Monitorsound nicht so erstklassig ist und muß nicht meine verschwitzten Socken trocknen :D


    Wir haben jetzt auf eher leisen Bühnensound umgestellt.
    D.h. Drums gedämpft, mit Micro abgenommen und jeder einen eigenen eher leiseren Nahfeld-Monitor.
    Mit dem neuen Digitalpult macht sich jeder seine eigene Monitormischung am Handy.


    Sind halt 4 ältere Semester mit Neigung zum Tinitus. ;(

  • Bin auch älter, aber irgendwie kann ich mir diese silent stage am Besten noch mit E-Drums für eine Rockband nicht wirklich vorstellen. Passt eher zu Tanzmukke, wo ist da noch RnR frage ich mich.
    Bbb