Metal Sound

  • Hi Leute
    erst mal ein fettes DANKE an Kemper, das ich einen spielen darf! <3<3<3


    Mein Problem:
    Über Kopfhörer klingen alle meine Metal-Rigs sehr gut bis sensationell!
    Spiele ich meine Aufnahmen über DAW (Studio one 3x Prof.) und Focusride 6i6 und Abhöre KRK Rokit 6 ab (mein Raum ist akustisch optimiert, allerdings nicht vermessen, nur Klatschtest), dann klingt es nicht so gut, wie über Kopfhörer. Es kommt aber ein sehr guter Klang von hochwertigen Mixen aus den Boxen (Ausschluss negative Raumakustik). Anmerkung: Ich spiele 2x ein und pane hart links/rechts, das macht schon einiges fett. Aber eben nicht so, wie ich es über Kopfhörer (DT 770 Pro) höre. Ach so, bin kein Anfänger mehr mit 53 Jahren und 30 Jahre Gitarre und habe beruflich mit Akustik (Aeroakustik/NVH) zu tun.


    Einstellung/Signalkette
    Gitarren: Charvel mod6 mit EMG 81, Jackson mit SD Mayhem, Ibanez Ironbird 7-String mit SD Nazgul usw.
    KPA direkt in PC: S/PDIF Mod Stereo und Main Output Delay/Reverb -->clean ist das einfach das beste, was ich jemals gehört, aufgenommen sowie abgespielt/gemastert habe!
    Ich nehme beide Signale auf, wobei ich im Metal Higain eher nur die trockenen Signale doppele und hart li/re pane (Main Output Delay/Reverb lasse ich dann weg und regel es ggf in der DAW).


    Focusride 6i6:
    ASIO Buffer Size: 2ms
    44,1 kHz Sample Rate, Blockgröße der Fensterung 89 Samples (Latenzbedingt, keine Aussetzer oder so) 32 Bit, Eingangslatenz: 5,37ms / 237 Samples, Ausgangslatenz: 7,39ms / 326 Samples, Genauigkeit Doppelt (64 Bit), Mithörlatenzen: Audio-Umlaufzeit 14,8ms / 652 Sampels, Instrument: 9,41ms / 415 Samples (Angabe in Options Verarbeitung DAW) -->hier wundere ich mich hier etwas über die abweichenden Angaben. Äh??
    Um der Latenz aus den Weg zu gehen, geht das Kopfhörersignal vom KPA in meinen Kleinmixer Eurorack UB1202 als Abhörsignal in der Summe (funktioniert sehr gut)


    PC: Schneller I5 mit 16GB und SSD (nur für Musik, kein Internetkram oder so), Win 7 64bit Prof. (nie ein Problem, sauber konfiguriert)


    Weitere Eindrücke:
    Über Kopfhörer höre ich klar einen umfangreichen Einfluss in Output Source\Pure Cabinet und Space -->Das kommt bei Testaufnahmen nur sehr unwesentlich rüber: Kopfhörer sehr deutlich/sehr gut (100% Einfluss), in meiner Signalkette sehr wenig (unter 20% Einfluss geschätzt).
    1. Frage: Wie ist das interne Rooting im Kemper im Kontext Output Source\Pure Cabinet und Space?
    2. Frage: Wenn das interne genannte Rooting Kopfhörer/S/PDIF/Main Output analog ist, was ist an meiner Signalkette nach dem KPA, äh, nicht so gelungen?
    3. Frage: Wenn meine IO-Karte nicht so geeignet ist für Higain, welche ist dann geeignet für qualitativ hochwertige Higainaufnahmen?


    Hilfe! ;(


    Besten Dank für alle Hinweise!

  • Soundbeispiele, ja, gerne.
    Gleiche Signalkette, mit für mich sehr guten Sound und clean:


    1. https://www.myownmusic.de/sayayi/play/?songid=437955


    Unzufrieden mit Direkheit Higain Gitarre (der Punch/Druck geht bei Aufnahmen verloren), der Punch/Druck über Kopfhörer (Signal aus KPA) ist deutlich sehr zufriedenstellend vorhanden:


    2. https://www.myownmusic.de/sayayi/play/?songid=438520



    Aufnahmen aus KPA Kopfhörerausgang in IO-Karte habe ich noch nicht versucht, sollte aber nicht unbedingt der Königsweg sein.


    Bei Testaufnahmen habe ich festgestellt, das mein Wechsel von A/D -->IO-Karte -->D/A -->Abhöre zu S/PDIF-->IO-Karte -->Abhöre besser ist, sich klarer anhört, auch Higain ist besser. Das habe ich über einen Spektrumanalyser mir angesehen und erkenne die Hörunterschiede grafisch im direkten Vergleich (Das kann ich, wenn ich Zeit habe als sceenshot hier einstellen, wenn Bedarf vorhanden ist).
    Ich muss jetzt erst mal in Job.



    Grüße und Danke für die Unterstützung

  • Wäre vielleicht noch schön, wenn Du mal die Profiles nennst, mit denen Du das aufgenommen hast und die jeweiligen Einstellungen der Input und Output Sektion.
    Gibts beim Spielen ein Clippen (rote LED] beim Input?

  • Zu den Kopfhörern
    joa allem voran traue nicht deinen Kopfhörern ^^ an der oberen eckfrequenz haben die oft peaks die schon fast tonal werden
    und kurz davor sind die oberen mitten oft abgesenkt.


    Hier die Messungen zu deinem dt 770
    https://www.kopfhoerer.de/test…770-pro-250-ohm-softskin/


    und hier die 80 ohm version
    https://www.kopfhoerer.de/test…0-pro-80-ohm-mit-limiter/



    also wie du siehst gerade der dip bei 4k tut oft gitarren sehr gut drum kann es gut sein dass die zum einen angenehmer


    sind weil auch in dem bereich das gehör am empfinlichsten ist ... und die anhebung darüber gibt deinen gitarren auch


    dann mehr luft als sie haben ...



    lösungsversuche:
    -also wenn du nicht auf produzieren mit Kopfhörern verzichten kannst kann ich dir den V-Moda Crossfade 100 empfehlen,


    den Sennheiser HD 650 und die Avatone Mixphones. Mit denen kann ich persönlich gut arbeiten ...



    -aber vielleicht helfen dir ja schon die Messungen, d.h. einfach im Profil hinter den Amp nen Studio Eq und Rauschen bei 4kHz filtern
    und 8kHz anheben.


    -alternativ such dir die einzel tracks von den gitarrensounds die dir gefallen, lade sie in die DAW nimm was auf und mach matchEQ
    und dann einfach im Studio EQ vom kemper grob das anwenden was dir dann das Match EQ plugin vorschlägt



    Zu Pure Cab

    Pure Cab macht eine Glättung der Frequenzkurve deines Cabs ... ich würds nicht machen ... sehr glatte cabs klingen sehr nach sansamp oder alter analoger cabsim.
    here is a quick comparison with different Pure Cab settings


    (p.s. if you like the sounds, this is one of my profiles ... you can get them for free in rig exchange... the link is also in my signature)

  • Wow, Danke für die Unterstützung!


    music:
    Kein Clipping, eben gegen getestet. Rig von DL-Studio TH JVM410 G12T75 mit 1960AV Cab (Gain nur auf 12:00 Uhr, damit es im Doppel nicht matscht)


    Input Section:
    Clean Sens: 0dB
    Distortion Sens: 0dB
    Alternativ Input: Input Source


    Output Section:
    Main Out: Reverb/Delay
    Monitor out: -
    Direct out: -
    S/PDIF Out: Mod Stereo
    Main Volume: -9,5dB
    Headphone Volium: -9,5dB
    Monitor output: Bass/Mid/Treble/Pres: 0dB
    Main Out Eq: alles 0dB


    Output AddOns:
    S/PDIF Volume: -4,8dB
    Pure Cabinet: 5,3
    Space: 9,7
    Aux in: -


    @DonPeterson:
    Space-->Headphone only ist nicht aktiviert
    Über Kopfhörer (KPA Kopfhörerout-->Kleinmixer-->Kopfhörer) höre ich klar und deutlich die wunderbare Wirkungsweise von Space. Wenn ich das aufnehme (S/PDIF und Higainmetalrig) und über den gleichen Kopfhörer vergleiche, dann verliert Space geschätze 80% seiner Raumwirkung. Messungen folgen noch.


    Bommel:
    Ja, ich weiß über die Verfremdung der Kopfhörer bescheid und Mastere daher über meine Rokits. Allerdings hast du vollkommen recht, ich bin erschrocken, dass der DT770 bei 4-5kHz -11dB(!) Verzerrung im Signal hat. Bis jetzt hatte ich über Kopfhörer den Sound eingestellt. Hier scheint ein Teil meiner Probleme zu liegen: Was über Kopfhörer dann gut klingt, ist in der Aufnahme zuviel.
    Ich werde im KPA die Bänder entsprechenden nachsteuern. Und mir sicher einen anderen Kopfhörer kaufen!


    Pure Cabinet: Habe ich nur bei 5 stehen, höhere Einstellungen bringen mir zu viel unnatürliche Schärfe rein. Vielleicht nehme ich das erst mal raus und schalte eine EQ im KPA in der Effekt Section zur Entzerrung meines DT770 ein.
    Vielen lieben Dank!


    Was allerdings bleibt, ist der unterschiedliche Einfluss von Space auf a)Kopfhörer b)Aufnahme über S/PDIF und auch über normal Mainout. Beides oder alle drei Modi hatte ich über ein und den selben DT770 gehört, der fällt somit als systematische Fehlerquelle aus. Die Raumwirkung von Space im KPA Kopfhörerausgang ist wirklich klasse! In der Aufnahme nicht.


    Bleibt die Frage: Liegt im KPA eine unterschiedliche Prioritätenverteilung/Level im internen Rooting vor? Oder was kann das sein?


    Danke an alle für eure Zeit und Unterstützung, die ich so wirklich nicht erwartet hätte!

  • Noch einen zum Kopfhörer. Der ist schon nicht schlecht. Hängt in zig Studios seit Jahren rum. Hab ihn mir vor 2 Jahren auch gekauft. Dann hab ich ein paar Tweaks mit Kopfhörer gemacht und mir das alles ohne angehört. He he, hab auch die rokit rp6 g3.


    Ich hab den Kopfhörer nur noch als Deko........


    Pure cab global. Nie!!! Ich nutze es schon, aber nicht immer. Nur wenn die cab irgendwo leicht harsch klingt und auch nur bei Gainsounds. Wenn, dann liegen meine Einstellungen bei 3 bis 4.


    Space: Über Kopfhörer cool sonst meines Erachtens nicht so wirklich. Andy von TAF nutzt Space bei vielen seiner cleanen Sachen. Da ist das nicht schlecht.


    Geschmacksache


    Meine Aufnahmen gehen aus den Mainouts in mein Steinberg ur242 und von da ins Laptop. Daw = cubase. Keine Nachbearbeitung in cubase.


    Soundbeispiele von zig getweakten rigs kannst du von mir auf Soundcloud unter eltzejupp hören wenn du Bock hast.



    Gruß
    Frank

  • Mich wundert, dass Du bei mit den Einstellungen
    Clean Sense 0db
    und
    Distortion Sense 0db
    kein Clippen hast.
    Ich habe Clean Sense auf -4db
    und Distortion Sense auf -6db (manchmal sogar -8db, kommt auf die Gitarre an).
    Das hat zwar mit Deinem „Klangproblem“ nicht viel zu tun, aber ein bißchen Einfluß auf den Sound kann es schon haben.
    Experimentier einfach mal damit rum.
    Vielleicht kannst Du ja auch mal andere Profiles nutzen. In den letzten Jahren hab ich mit dem Kemper eine Haupterfahrung gemacht: es ist alles abhängig vom verwendeten Profile.
    Ist es gut, muss ich nicht viel nachjustieren.
    Ist es schlecht, kann ich machen, was ich will. Ein gutes Ergebnis bekomme ich dann sehr selten.
    Ich kann die Profiles von TAF und Michael Britt empfehlen. Es gibt auch noch andere gute.
    Aber mit den beiden würde ich mal anfangen.

  • Clean Sens @ 0db bedeutet doch nicht automatisch, dass es clippt. Das hängt doch vor allem von den Pickups und deren Output ab. Dist Sens wiederum hat mit möglichem Clipping nix zu tun. Dieser Parameter sorgt nur dafür, dass man die globale Verzerrung auf die jeweiligen Pickups abstimmen kann. Als Beispiel: Pickups mit hohem Output können für mehr Verzerrung sorgen als es im Profile ursprünglich beabsichtigt war (Pickups mit niedrigem Output bewirken das Gegenteil). Mit Dist Sens kann man das ausgleichen, hebt oder senkt dabei aber keinen Level.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

  • Clean Sens @ 0db bedeutet doch nicht automatisch, dass es clippt. Das hängt doch vor allem von den Pickups und deren Output ab. Dist Sens wiederum hat mit möglichem Clipping nix zu tun. Dieser Parameter sorgt nur dafür, dass man die globale Verzerrung auf die jeweiligen Pickups abstimmen kann. Als Beispiel: Pickups mit hohem Output können für mehr Verzerrung sorgen als es im Profile ursprünglich beabsichtigt war (Pickups mit niedrigem Output bewirken das Gegenteil). Mit Dist Sens kann man das ausgleichen, hebt oder senkt dabei aber keinen Level.

    Wie Du selbst erkannt hast: es hängt alles von den Pickups ab.
    Und da der Kamerad z.B. auch Gitarren mit aktiven Pickups spielt, macht es Sinn, dass er diese Einstellungen überprüft.
    Nichts anderes habe ich geschrieben!

  • Fühlt sich da jemand auf den Schlips getreten? Ich will hier niemanden belehren, kann aber auch nicht wissen, wie viel der Einzelne weiß. Wenn du das alle schon wusstest, dann beglückwünsche ich dich gern dazu. Unter Umständen wäre es aber auch möglich, dass mein Beitrag jemand anderem hilft.


    Ich spiele ebenfalls ne Gitarre mit aktiven Pickups und ich kann Clean Sens auch >0 einstellen, ohne dass was clippt. Und da du Dist Sens ebenfalls in einen Zusammenhang mit clippen gebracht hast, könnte das einen weniger erfahrenen User in die Irre führen. Trotzdem hast du natürlich recht damit, wenn du sagst, dass man solche Einstellungen checken sollte.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

    Edited once, last by Kempermaniac ().

  • music:
    TAF und Michael Britt habe ich lange durch. Das ist für Metal nicht geeignet. Der letzte Rigsatz von Guido Bungenstock ist von der Basis her wirklich gut. Besser sind die Rigs von Deadlight Studio (Danke an die Jungs von hier aus!), jedenfalls für meinen Geschmack und Ohren. In den letzten zwei Jahren sollte ich geschätzte 1.000 Rigs getestet haben :-D. Clean sind so viel geniale Sounds dabei, dass man sich einfach irgendwann auf eine eingeschränkte Auswahl entscheiden sollte. Rocksounds auch kein Problem. Metal, das ist die Herausforderung. Und Metal ohne Mikrofonierung direkt aus den KPA in den Rechner spielen: Die Königsdisziplin! Ja und es kommt dann der Einfluss der IR´s ins Spiel, die ich bei KPA etwas vermisse, diese könnten mehr Möglichkeiten der klanglichen Einflussnahme in sich tragen. Hier sehe ich großes Potenzial im KPA, den Markt der Boxensimmulation aufräumen zu können (VST´s, Torpedo usw.). Ich bin diesbezüglich im Thema.


    Clipping: Ich habe eine USA Charvel mod. 6 anno 1986 mit aktiven EMG 81 mit den oben genannten Einstellungen auf Clipping getestet. Nichts, nicht mal ansatzweise und diese Gitarre hat wirklich sehr viel Output.
    Allerdings habe ich kein Wha oder Bodentreter oder sonstiges davor. Auch ist mein Gitarrenkabel nur 3m und von hoher Qualität. Ein weitere Gegentest mit einer Explorer mit EMG 81/85 und Mahagonikorpus, eine Ibanez Ironbird 7-String mit Mahagoni sowie SD Nazgul PU clippt auch nicht. Welche Gitarren sollen denn noch mehr Output haben, was ich nicht unbedingt für sinnvoll halte? Ok, eine Tele oder Strat habe ich nicht und spiele ich auch nicht.


    Auf jeden Fall habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass die Basis eines Rigs stimmen muss. Wenn das nicht gegeben ist, dann macht eine klangliche Einflussnahme nur bedingt Sinn.
    Stimmt die Basis, ist eine klangliche Einflussnahme erstaunlich schnell mit guten Ergebnissen umgesetzt. Und hier kann ich für mich klar sagen: Das ist die wahre Stärke vom KPA!
    Kein langes Gepfummel, sonderns sofort klare Ergebnisse. So meine Erfahrungen seid zwei Jahren und immer wieder bestätigt.


    Mein Fehler war wohl, dass ich über KPA-Kopfhörerout-->Mixer-->DT770 als latenzfreie Abhöre beim Aufnehmen eingesetzt habe. Motivation: Defacto keine Latenzen beim Metalspiel, das wird sonst nichts.
    Nachteil: Mein Gehör hatte sich an die Verzerrung der DT770 gewöhnt und findet diese immer noch chick, allerdings sind die wirklichen Aufnahmen eben ohne diese Verzerrungen aufgenommen worden und meine Ohren waren und sind enttäuscht. Thema Psychoakustik!


    Die Lösung: Entzerrung der DT770 in der DAW über entsprechende Bandkorrektur und Neukauf von DT880 mit deutlich geringeren Abweichungen im Frequenzbereich 4-7kHz (Danke Bommel!).
    Damit bekomme ich ein näheres Verhältnis zur realen Aufnahme hin. Die Erfahrung wird mir ab den kommenden Wochendende zeigen, ob sie funktioniert.


    Was bleibt nun?
    Die Königsdisziplin! Aus KPA direkt in PC, ohne Mikrofonierung im Higain Metal.
    Potenzial KPA in IR/Boxensimulation zu verbessern (Eine eigene Software dafür entwickeln? Ich würde diese sofort kaufen!)


    Demnächst kommt Axe FX III mit mächtig viel Vorgeplänkel, da gilt es, sich zu beweisen!


    Dank an alle, die mir mit Anregungen geholfen haben :)

  • Das Thema IR ist allgemein hier im Forum kein allzu großes, weil es einfach so viele Boxensims gibt, dass man sich damit totschmeißen kann. Es gibt Leute, die das kommerziell anbieten, aber man kann auch das cab eines beliebigen Rigs separat abspeichern. Und wenn man wirklich IR‘s nutzen will, gibt‘s ein kostenloses Programm dafür direkt von Kemper. Damit kannst du die IR‘s umwandeln, damit sie der Kemper lesen kann.


    Warum mit den Kopfhörern über einen separaten Mixer gehen? Der KPA hat doch einen Kopfhörer Out, der hier immer gelobt wird. Und das Signal deiner DAW kannst du in den Kemper einspeisen und auch innerhalb des Kemper dazumischen. Wäre doch einen Versuch wert, oder?

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

  • @Kempermainiac:
    IR: Ja, das weiß ich. Habe mit Cabsim/Wandlung usw., auch von KPA, gearbeitet. Eine ganze Signalkette von einem Hersteller, das wird irgendwann das Rennen machen.


    Kopfhörer über Mixer:
    Damit ich das Gitarrensignal ohne Latenzeinfluss zum Playback höre. Das Signal klingt einfach näher an dem, was du wirklich spielst. Bei Metal ist nun mal Genauigkeit gefragt und mit den Latenzen der IO über PC zum Kopfhörer liegen Verzögerungen vor, die es für mich gilt zu vermeiden. Warum sollte ich das Signal meiner DAW zurück in den KPA schicken und mir dann erst anhören, dann liegen wieder unnütze Latenzen vor, weil das Summensignal wieder erst gewandelt und an Kopfhörer geschickt werden muss. Wenn schnell und präzise gespielt werden möchte, wird das nur Steine in den Weg legen. Jedenfalls im Metal. Bei Rock, Hardrock mag das funktionieren. Für mich eher uninteressant. Reamping betreibe ich nicht und kann daher nichts dazu sagen.


    Was ich auf jedenfall bestätigen kann, der Kopfhörerausgang vom KPA klingt sehr gut! Besser, als das, was hinten raus geht und in die DAW ankommt? Diesen Geschmack habe ich auf der Zunge und frage erneut zum internen Rooting des KPA. So jedenfalls mein bis jetzt nicht ausgeräumter Eindruck (Unabhängig von Verzerrung/Filterung/Frequenzkorrektur Kopfhörer).


    Beste Grüße

  • Ich habe jetzt nochmal alle deine Posts gelesen. Jedoch habe ich etwas den Überblick verloren, es sind einfach zu viele Informationen. Ich kann aber möglicherweise noch einen Hinweis zur Wirkung von "Space" geben. Du hast folgendes zu deiner Signalkette geschrieben: KPA direkt in PC: S/PDIF Mod Stereo und Main Output Delay/Reverb. Ich denke, dass Space in der Signalkette des KPA ziemlich zum Schluss kommt und damit auch hinter dem Mod Slot. Das bedeutet, dass du den Effekt über S/PDIF gar nicht hören kannst. Hinzu kommt, dass Space ein Stereo-Effekt ist. Falls du den nur Mono aus dem KPA rausschickst, dann kommt es genau zu den 80% Einbuße, die du beschrieben hast. Mit anderen Worten: Jeder Stereo Output des KPA kann Space wiedergeben, aber dafür muss der jeweilige Output auch auf Master Stereo eingestellt werden. Check das mal.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)


  • Und Metal ohne Mikrofonierung direkt aus den KPA in den Rechner spielen: Die Königsdisziplin!

    Teste mal die Profile von "SinMix" http://www.sinmix.pl/kemper-profiles/



    Ich benutze sie fast ausschließlich auf der Bühne und im Studio und bin zufrieden bzw. da angekommen wo ich soundmäßig hin wollte.


    "Space" benutze ich wirklich nur für den Kopfhörerausgang. Meine Abhöre im Studio sind auch die KRK RP6. Gehe vom KPA über SPDIF in mein NI Audio 6 und von da aus in die RP6. Keine Latenz und super Sound.


    Pure Cabinet steht bei mir auf 0,5. Habe damit viel experimentiert und 0 - 0,5 hat sich für mich als beste Lösung bewährt.


    Bei interesse hänge ich gerne mal Soundbeispiel an ;-)

  • +1

  • https://www.dropbox.com/s/1bq7…20Profile%20Test.mp3?dl=0


    Eine Gitarre hart Links
    Eine Gitarre hart rechts
    Lead Gitarre in der Mitte


    noch kein Bass und die Drums sind vom Toontack EZ Drummer
    Der Song ist auch noch nicht fertig.


    Profil ist ein DI Profil aus dem SinMix 2JpC Pack mit der kostenlosen Cab IR von SinMix.


    https://www.brickwall.pl/store…ct=114&controller=product


    Kein EQ oder sonst was. Nur etwas lauter gemacht mit einem Compressor.


    @Eltzejupp
    Wir müssen mal wieder ein Bierchen trinken ;-)

  • Ich habe jetzt nochmal alle deine Posts gelesen. Jedoch habe ich etwas den Überblick verloren, es sind einfach zu viele Informationen. Ich kann aber möglicherweise noch einen Hinweis zur Wirkung von "Space" geben. Du hast folgendes zu deiner Signalkette geschrieben: KPA direkt in PC: S/PDIF Mod Stereo und Main Output Delay/Reverb. Ich denke, dass Space in der Signalkette des KPA ziemlich zum Schluss kommt und damit auch hinter dem Mod Slot. Das bedeutet, dass du den Effekt über S/PDIF gar nicht hören kannst. Hinzu kommt, dass Space ein Stereo-Effekt ist. Falls du den nur Mono aus dem KPA rausschickst, dann kommt es genau zu den 80% Einbuße, die du beschrieben hast. Mit anderen Worten: Jeder Stereo Output des KPA kann Space wiedergeben, aber dafür muss der jeweilige Output auch auf Master Stereo eingestellt werden. Check das mal.

    Danke für die Info.
    Laut Referenzhandbuch Seite 40 soll Mod Stereo als Stereosignal direkt hinter dem MOD-Modul abgegriffen werden. In der Output-Section: Output AssOns habe ich SPDIF Volume auf -4,8dB (Wegen Clipping in meiner Soundcard) Pure Cabinet jetzt auf 0 und Space auf 10. Das Signal kommt in Stereo in meiner DAW an. Wenn ich über meine Boxen höre und Space von 0 auf 10 regel, sind sehr deutlich Panoramaveränderungen hörbar. Das bedeutet, dass Space vor Reverb/Delay abgegriffen wird. Sehr schön, wie beschrieben!
    Mir kommt immer mehr der Verdacht nahe, dass es sich im Vergleich Kopfhörer vs. Boxen zu Laufzeiteneffekten kommt und in Kombination mit Psychoakustik von mir Beschriebenes hervor bringt.
    Ich versuche es so kurz wir möglich zu beschreiben:


    Kopfhörer-->Ohr: Kurze Schalllaufzeiten, zusätzlich Verzerrung Kopfhörer, den ich nicht entzerrt höre, da Signal direkt aus KPA in Mixer in Kopfhörer (Summensignal, gemischt mit Playback aus DAW).
    Boxen-->Ohr: Längere Schalllaufzeiten in Kombination mit Pegeldifferenzen sowie Laufzeitdifferenzen in Abhängigkeit der Kopf-/Körperhaltung (Die Boxen habe ich nicht entzerrt/gefilter, ist aber vielleicht ein weiterer Aspekt). Zusätzlich Einfluss der Raumakustik mit Auslöschungen, Erhöhungen und Moden.


    Psychoakustik, einfach erklärt:
    Ohr zum Kopfhörer: Hey, du klingst ja geil!
    Kopfhörer zum Ohr: Ja, ich weiß, weil ich ein Kopfhörer bin!
    Ohr zu Boxen: Hey, warum klingt ihr nicht so geil, wie Kopfhörer?
    Boxen zu Ohr: Weil wir Boxen sind und einfach anders!
    Ohr zu Boxen: Das finden wir scheiße von dir...
    Boxen zu Ohr: Halts Maul! Ohne uns, wirst du nicht glücklich!
    Ohr zum Hirn: Das verstehe ich nicht...
    Hirn zum Ohr: Überlasse das mir, ich sorge für Lösungen.


    Was bleibt:
    Einfluss meiner Soundkarte. Vielleicht ist die gelinde gesagt, nicht so geeignet für Higain und hat viel Potential nach oben... :evil:
    Clean bin ich vollkommen zufrieden, sie klingt super. Aber kann sie auch Higain? Focusride 6i6 erste Generation.
    Wenn sie clean gut klingt, muss sie zwangläufig bei gleicher Einstellung Higain auch gut klingen?
    Wie ist das mit der Fensterung? Ich löse in 32bit bei 44,1kHz mit 89Samples auf.
    89Samples damit ich eine geringe Latenz erreiche. Liegt vielleicht hier in der Blockgröße bei der Aufnahme ein weiterer Übeltäter?
    Eins ist mir nicht ganz klar: In welchem Verhältnis bewegen sich Abtastrate 32bit zur Blockgröße 89? Hat jemand eine Idee/Erklärung?
    Sind die Blocküberschneidungen bei 89 Samples zuviel und dadurch eine erhöhte Artefaktebildung? Hier bin ich nicht ganz im Thema.


    Hat jemand Erfahrungen mit Focusride 6i6?


    Beste Grüße und vielen lieben Dank im Voraus