Verwirrung/Unzufriedenheit mit Sound

  • Hallo,


    ich bin im Moment ehrlich gesagt nicht sicher, ob sich die ganze Kohle für den Kemper für mich gelohnt hat. Ich lese überall und ständig die guten Rezensionen und Profis, die total überzeugt davon sind. Ich habe bisher lediglich über eine reine 1x12 Engl Box einen guten Klang hinbekommen. Über aktive JBL Eons find ich den Klang einfach völlig anders. Da hilft auch nicht die Lautsprecher-Sim. Der Unterschied zur normalen Gitarrenbox ist extrem. Würde ich die 1x12er Live nur als Monitor nutzen, würde ich aktuell denken, dass alles was vorne ankommt so wie aus meiner JBL und somit nicht wirklich gut klingt. Wie macht Ihr das wenn Ihr eine Gitarrenbox nutzt mit dem Abnehmen? Wie gesagt, meiner Meinung nach kommt dann vorne was KOMPLETT anderes raus, als aus der Gitarrenbox. Zudem habe ich Akustikprofile als Simulation ausprobiert, aber vor allem Nebengeräusche, Knacken, Rauschen.... es macht nicht wirklich Spass bis jetzt. Das einzige was auf jedenfall top ist, sind die vielen Effekte. Vor allem die Sachen mit den FRFR Lautsprechern stört mich, da der Kemper ja angeblich genau für dieses Gebiet und das Studio entwickelt wurde.

  • Irgendwas stimmt da nicht. Bzgl. der EON gibt es besseres, wir haben z.B. die RCF4pro 2031 und ich vermisse seit langem keine Gitarrenbox mehr.

    Ich verweise an der Stelle auch immer gerne auf die Überprüfung der Kabelverbindungen (mit einem Phasenverdrehten Kabel kannst du nix machen, da hast du immer Phasenlöschungen). Aber ein Besuch beim Fachhandel ist vermutlich zielführend und löst dein Problem am schnellsten.

  • Grundsätzlich stimmt, was Du beobachtet hast. Eine Englbox tatsächlich klingt ganz anders, als die Eon. Möglicherweise hast Du Deinen Sound eben über Deine Engl Box eingestellt und nicht über die EONs. Wie klingt Dein Kemper über den Kopfhörerausgang?
    Grundsätzlich muss Cabinet an sein, wenn Du über eine Full Range (FR) - Box spielst...sonst klingt es wie Sägezahn. Wenn Du denn Monitorausgang am Kemper benutzt, checke mal, ob im Outputmenü Seite 1 das Kästchen "Monitor Cab off" angehakt ist...

  • Man kann eine Gitarrenbox kaum mit einer Fullrange-Box vergleichen. Die Ergebnisse werden immer unterschiedlich klingen, weil das zwei völlig verschiedene Konzepte sind. Welche Eons hast du denn? Es gibt 10er, 12er und 15er.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

  • ich habe die 612. Als Anlage für Gitarrenduo nur über Mischpult ist der Sound aber eigentl. Gut. Ich habe halt bzgl.kemper keine anderen zum Vergleich. Aber die so hoch gelobte cab-simulation hilft hier irgendwie wenig ganz im Gegenteil.mache Clean Sounds klingen über die frfr ohne cab fast besser und natürlicher als mit. Mit ist immer eine ganze Spur zu mittig/nasal


    Mir geht es auch dadrum: Wenn ich einen coolen Sound aus der Engl habe nützt es ja nix, da der kemper normal ja nicht mit Mikro vor der gitbox abgenommen wird. Aber wenn es vorne aus der Anlage kommt wie aus meinen Eons.....

  • Hinsichtlich der CabSim sollte man versuchen, nicht zu verallgemeinern. Es gibt ja gefühlte 6547894 Cabs, die du in den Kemper laden kannst. Ich würde an deiner Stelle zunächst versuchen, deine Engl-Box in den Untiefen des RigManagers zu suchen und mal zu laden.

    Dass cleane Sounds ohne Cab manchmal besser klingen als mit, ist bekannt. Aber wenn man mit der CabSim arbeitet, darf man nicht erwarten, dass der coole cleane Fender-Sound über eine Marshall-Box genauso klingt (als Beispiel). Ich will damit sagen, dass man sich am Anfang zunächst an den Kemper und vor allem an die Abhöre über FRFR gewöhnen und einiges ausprobieren muss. Damit stehst du bei weitem nicht allein.

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  • Das Signal das der PROFILER über die Main Outs zum FOH schickt, klingt wie eine abmikrofonierte Gitarrenbox. Wenn du auf der Bühne eine normale Gitarrenbox als Abhöre verwenden möchtest ist das kein Problem. Dafür gibt es ja die Monitor Cab Off Funktion.

  • Ja, soviel weiss ich auch. Mir geht es darum: Das Signal dass an den Foh geht sollte ja aus den pa-boxen dann nach gesundem Menschenverstand ähnlich klingen wie das was aktuell aus meinen Eons kommt.

    Wie beschrieben ist der Sound trotz cabsim deutlich anders als aus meiner engl. mit ausgeschalteter cabsim. Hiesse auf der Bühne höre ich einen guten Sound aus der Gitarrenbox wobei es vorne ganz anders aussieht? Daher hilft mir die gitbox ja wenig wenn nur ich darüber den Sound höre und er vorneraus komplett anders ist

  • Wie das Signal im Endeffekt klingt hängt von den verwendeten Lautsprechern ab. Dass ein PA Lautsprecher exakt wie deine Eon klingt ist eher unwahrscheinlich. Wenn dir der Klang des Engl Cabs gut gefällt würde ich mir ein entsprechendes Cab im PROFILER suchen. Du musst allerdings immer den Faktor Mikrophon berücksichtigen.

  • Geht mir genauso.
    Die vielen Höhen aus meinem FR-Aktivmonitor verhalten sich nicht mal ansatzweise so, wie wenn ich über meinen HotRod (ohne Cab-Sim) spiele. Das ist ein großartiger Sound, und besser als die originale Fender-Vorstufe zu nehmen. Das "Fullrangen" will gelernt sein. Ich kann z.B. auch mit dem zugegeben stark verbesserten Kopfhörersound nicht allzuviel anfangen. Aber hier ist das mit dem "Room" dazugeben klasse gelöst. Und das hat mich dann auch auf die Idee gebracht, all meinen Sounds einen "minimalen" Raumeffekt zu verpassen, Und siehe da, der Monitor klingt auch hier sehr viel natürlicher für mich. Fast so wie die bewegte Luft bei einer 4x12-Box. Und das wäre dann auch meine Bitte an die Entwickler, dass man einen (konfigurierbaren) simulierten Raum auch auf den Monitor-Out legen können sollte, ohne dass sich das (genau wie beim InEaring) auf den FOH-Ausgang auswirkt...

  • Ja, soviel weiss ich auch. Mir geht es darum: Das Signal dass an den Foh geht sollte ja aus den pa-boxen dann nach gesundem Menschenverstand ähnlich klingen wie das was aktuell aus meinen Eons kommt.

    Wie beschrieben ist der Sound trotz cabsim deutlich anders als aus meiner engl. mit ausgeschalteter cabsim. Hiesse auf der Bühne höre ich einen guten Sound aus der Gitarrenbox wobei es vorne ganz anders aussieht? Daher hilft mir die gitbox ja wenig wenn nur ich darüber den Sound höre und er vorneraus komplett anders ist

    Jetzt nochmal ganz langsam: Aus deiner Schilderung schließe ich, dass du für deine persönliche Abhöre die Wahl zwischen den Eons und der Engl hast. Die PA-Boxen sind aber wieder andere, richtig? Wenn dem so sein sollte, dann ist es nicht so abwegig, dass die Eons gegenüber den PA-Boxen anders klingen. Unterschiedliche Boxen klingen eben auch unterschiedlich.

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  • genau. Und da ich über die Eons noch keinen allzu guten Sound zusammenbekommen habe, wäre ich mir beim Gig unsicher ob der Sound der vorne rauskommt überhaupt gut ist.


    Eine Abnahme der Gitarrenbox per Mikro ist beim kemper denke ich mal ja eher unüblich oder?

  • Es geht so, ich bin es aber auch nicht gewohnt über Kopfhörer zu spielen und habe aber auch keine High-End Exemplare. Zumindest hat es mir geholfen festzustellen, dass die Nebengeräusche (knacken, knistern, rauschen) die ich bei manchen, vor allem Akustik-simulations Rigs habe, nicht von den Boxen herrühren sondern scheinbar an den Rigs liegen

  • der einzige unterschied zwischen dem Signal das der PROFILER an den MAIN Outs zum FOH schickt und einer abmikrofonierten Gitarrenbox auf der Bühne ist dass du bei letzterem mit Übersprechungen durch andere Signalquellen (Schlagzeug) zu kämpfen hast.


    Der PROFILER hat einen eigenen Monitor EQ mit dem du das Signal auf die von dir verwendete Box optimieren kannst. Wenn das nicht hilft würde ich dir raten andere Monitore zu testen.

  • Und da ich über die Eons noch keinen allzu guten Sound zusammenbekommen habe, wäre ich mir beim Gig unsicher ob der Sound der vorne rauskommt überhaupt gut ist.

    Auf den Sound, der vorne rauskommt, hast du bei einem Gig so gut wie keinen Einfluss. Das ist Sache des Mannes am Mischpult und hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel wird der Soundcheck ja in der Regel vor dem Gig und ohne Publikum gemacht. Ist das Publikum erstmal da, ändert sich einiges und der Soundmensch muss entsprechend anpassen. Dann stehst du aber schon auf der Bühne und musst dich auf den Mann am Mischer einfach verlassen. Das bedeutet gleichzeitig, dass dein Sound auf der Bühne super, vorne raus aber kacke sein kann. Und umgekehrt. Mit anderen Worten: Wenn du mit der Eon oder irgendeiner anderen Box deinen persönlichen Wohlfühlsound auf der Bühne/im Proberaum findest, bedeutet das noch lange nicht, dass der dann auch fürs Publikum der Hammer ist. Deswegen rate ich dir, mit welchem Equipment auch immer einen guten Sound für dich und für den Bandkontext zu finden und alles andere, auf das du wenig bis keinen Einfluss hast, gedanklich weit nach hinten zu schieben.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

  • Deswegen rate ich dir, mit welchem Equipment auch immer einen guten Sound für dich und für den Bandkontext zu finden und alles andere, auf das du wenig bis keinen Einfluss hast, gedanklich weit nach hinten zu schieben.

    Es ist das Problem aller Musiker unabhängig vom Equipment.

    Hat man keinen Mann am Mischer draußen, ist man darauf angewiesen einen erfahrenen Freund im Saal sitzen zu haben, der die nötigen Infos gibt.

    Oder man spielt mir Git/Mikrofunk um selbst den Sound zu überprüfen. ( Ich habe ein tablet um den Behringer XR18 im Saal zu bedienen.)

    Wenn der Saal voll und das Publikum noch nicht voll ist, sind wohlgesinnte Freunde im Publikum wieder sehr hilfreich.

    Das hat mit dem KPA überhaupt nichts zu tun.

    Mit dem Kemper hast du die Chance einen erstklassigen Sound zu erzeugen. Der Mix macht's aber um diesen auch zu verbreiten!

  • Mmmh - beim Thema "Freunde im Publikum" zwickts mich gewaltig! Wie soll das den ablaufen? Geht man in einer Spielpause oder nach dem Set zu den Freunden und die sagen dann "Sound war Sch..." - und dann geht man zum Techniker und sagt dem ... ja: Was sagt man dem dann? "Du - mein Kumpel meint, daß die oberen Mitten bei mir total zu laut waren"???
    Also ehrlich: Wenn man seinem Techniker nicht vertraut, stimmt doch was nicht!
    Man muß natürlich unterscheiden zwischen dem Status der Band und dem Standing der einzelnen Musiker. Will sagen: Der erste Gig einer Schülerband mit dem Hausmeister der Schule ist sicherlich was anderes als eine Tour unter (halb-) professionellen Bedingungen.
    Bei uns wird z.B. JEDER Gig aufgenommen. Wenn was nicht "paßt", wird darüber gesprochen. Und ggf. geändert. Oder auch mal akzeptiert, daß es an genau diesem Abend in genau diesem Saal nicht besser ging!
    Aber die Variante "Du, hör' mal, meine Gitte ist draussen zu leise" ist in meinen Augen (Ohren!) nicht zielführend.

  • Mmmh - beim Thema "Freunde im Publikum" zwickts mich gewaltig! Wie soll das den ablaufen? Geht man in einer Spielpause oder nach dem Set zu den Freunden und die sagen dann "Sound war Sch..." - und dann geht man zum Techniker und sagt dem ... ja: Was sagt man dem dann? "Du - mein Kumpel meint, daß die oberen Mitten bei mir total zu laut waren"???
    Also ehrlich: Wenn man seinem Techniker nicht vertraut, stimmt doch was nicht!
    Man muß natürlich unterscheiden zwischen dem Status der Band und dem Standing der einzelnen Musiker. Will sagen: Der erste Gig einer Schülerband mit dem Hausmeister der Schule ist sicherlich was anderes als eine Tour unter (halb-) professionellen Bedingungen.
    Bei uns wird z.B. JEDER Gig aufgenommen. Wenn was nicht "paßt", wird darüber gesprochen. Und ggf. geändert. Oder auch mal akzeptiert, daß es an genau diesem Abend in genau diesem Saal nicht besser ging!
    Aber die Variante "Du, hör' mal, meine Gitte ist draussen zu leise" ist in meinen Augen (Ohren!) nicht zielführend.

    Tja, manchmal hat man keine andere Wahl, als mal Kollegen zu fragen, wie es draußen ist (lieber ein bisschen Feedback, als totaler Blindflug...)
    So manch Veranstalter versteht nicht, dass man gerne 300,- Euro mehr hätte, um einen Tontechniker zu bezahlen, der wiederum seiner Veranstatlung gut täte, weil die Musiker sich eine Sorge weniger machen müssen.
    In der Praxis sind auch wir häufig ohne Toni unterwegs und fragen oder laufen im Sets mal ins Publikum mit iPad.

    -> Bitte hängt euch nicht an den 300 Euro auf. War nur eine Beispiel - Gage. Wenn sich alle Musiker einig wären, dann könnten wir gewerkschaftlich 500,- mindest Abendgage vereinbaren (plus Fahrt, PA Geld, Übernachtung, Verpflegung, Prozente für Bandkasse, Homepage, Bilder, Videos, Vertragsverhandlungen.............)
    Wäre es nicht schön, wenn der Veranstalter nicht schaut, welche Band ist am billigsten, sondern welche Band passt am besten zu seiner Veranstaltung...