In Ear Monitoring - Anschluss

  • Guten Abend zusammen,


    ich würde gerne mal wissen, wie ihr mein aktuelles Setup verkabeln würdet.


    Normalerweise spiele ich den Kemper über eine Monitorbox, möchte nun aber auf meine bereits vorhandene In-Ear Hörer umsteigen (Vision Ears VE3.2, custom).

    Da ich immer stationär positioniert bin, habe ich mir nur einen kabelgebundenen Bodypack zugelegt (hier ist nur die Mix-Lautstärke regelbar). Anschluss XLR


    Beim Üben nutze ich immer den Headphone Anschluss an der Front. Viele raten hiervon aber bei Liveauftritten ab, da der Anschluss den Sound verfälscht?

    Meine Idee wäre den FOH Mix (ohne meiner Gitarre) durchzuschleifen. Meinen Sound justiere ich dann im Kemper selbst.


    Nun die Frage: Wie würde das funktionieren mit meinem IEM Setup? (am Liebsten wäre es mir, wenn ich auch noch meinen Gitarrensound im IEM anpassen können, falls zu viele Höhen / Bässe vorhanden sind)

    Wie macht ihr das?


    Vielen Dank vorab! (Bin hier wirklich sehr jungfräulich unterwegs und um jede Hilfe dankbar!)

  • Moin!


    Bei dir ist es eigentlich ganz einfach:

    Über Main Out ins Mischpult, von dort aus mit einem XLR Kabel zurück in dein IEM, vom Monitor Out im Kemper ebenfalls in dein IEM und loslegen.

    Musst die Ausgänge dann nur richtig konfigurieren.

    In dieser Konstellation kannst du unter "Output" den Monitor EQ abgekoppelt vom Main EQ regeln.


    Ich persönlich bekomme mein Monitor Signal über das FOH Mischpult und kann mir das via Tablet selbst konfigurieren. Vorteil hierbei ist, dass ich beide Kanäle meines IEM nutzen kann, also Stereo unterwegs bin.


    Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich ein entsprechendes Mischpult.


    Grüße

  • Im Grunde geht es noch komfortabler, denn man kann das FOH-Signal in den Kemper selbst einspeisen. Im Output Menü kann man dann regeln wie viel vom FOH-Signal an den Headphone Out des Kemper gegeben wird. Der Kemper selbst wird dadurch sozusagen zum Mischpult für das FOH- und das Gitarrensignal. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man für die IEM den Headphone Out des Kemper benutzt. Dass dieser den Sound verfälscht, halte ich für einen Irrglauben. Im Gegenteil, der Headphone Out des Kemper wird für seine Qualität total gelobt.

    I could have farted and it would have sounded good! (Brian Johnson)

  • Im Grunde geht es noch komfortabler, denn man kann das FOH-Signal in den Kemper selbst einspeisen. Im Output Menü kann man dann regeln wie viel vom FOH-Signal an den Headphone Out des Kemper gegeben wird. Der Kemper selbst wird dadurch sozusagen zum Mischpult für das FOH- und das Gitarrensignal. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man für die IEM den Headphone Out des Kemper benutzt. Dass dieser den Sound verfälscht, halte ich für einen Irrglauben. Im Gegenteil, der Headphone Out des Kemper wird für seine Qualität total gelobt.

    Der Headphone Ausgang am Kemper hat nur einen keinen Nachteil. Er hat kein eigenen EQ, sondern hängt mit am Main EQ.
    Daher entweder hat die Band einen Monitor Mix system so wie drduesenberg oben beschrieben hat, oder man man kauft sich für kleines Geld einen Kleinmixer mit Kopfhörer output.

  • Leider hat der Kemper soweit ich weiß keinen Limiter in der Signalkette zum Kopfhörerausgang. Das ist für mich ein "No-Go" für Live-Situationen.


    Ich hatte das glaube ich sogar irgendwann mal als "Feature Request" angefragt. Möglicherweise - ich kenne mich hier nicht aus - lässt sich da rein softwaretechnisch was machen? Schade, dass das Ganze irgendwie eingeschlafen ist.

  • Leider hat der Kemper soweit ich weiß keinen Limiter in der Signalkette zum Kopfhörerausgang. Das ist für mich ein "No-Go" für Live-Situationen.


    Ich hatte das glaube ich sogar irgendwann mal als "Feature Request" angefragt. Möglicherweise - ich kenne mich hier nicht aus - lässt sich da rein softwaretechnisch was machen? Schade, dass das Ganze irgendwie eingeschlafen ist.

    Der Limiter gehört in den Kopfhörerverstärker oder in den IEM-Funkempfänger (so bei mir).
    Immer in das letzte Device bevor es zum Ohr geht.
    Der Kemper Headphone ist für Headphones ausgelegt und nicht für Earplugs.


    Ich würde live nie auf die Idee kommen direkt von irgendeiner Quelle (ob Kemper oder Monitormix) direkt aufs Ohr zu gehen.

    Der finale Lautstärke Regler und somit auch der Limiter MUSS immer am Mann/Frau sein.
    Ich benutze da entweder ein Sennheiser IEM oder einen Fisher Amp.
    Es gibt da aber auch günstige vom Behringer oder LD Systems die haben wir auch in der Band und die sind gut.

  • Ich kann aus eigener Erfahrung die Produkte von Fischer Amps empfehlen, aktuell nutze ich hauptsächlich den "In Ear Stick" mit einem XLR-Kabel für Stereo IEM. Ich habe mir ein eigenes "Multicore" aus 1x XLR und 1x Gitarrenkabel gebaut. Abgesehen von der etwas eingeschränkteren Bewegung sehe ich nur Vorteile gegenüber zwei Funksystemen für IEM und Gitarre. Für kleinere Bühnen reicht das kabelgebundene Setup total aus und ist verglichen mit Funkstrecken weitaus weniger störanfällig.

  • Da ich momentan nicht live spiele, kann ich nichts darüber sagen, ob das paktikabel wäre, aber in meiner Vorstellung würde ich hier die Stereo- Aux -In-Option nutzen (so wie ich das derzeit zuhause auch tue).

    Hier wäre jetzt die Frage welches Signal man zur Gitarre dazumischen würde.
    Ursprünglich bin ich vor dem Kauf des Toasters davon ausgegangen, dass man sich vermutlich dieses Aux-Signal auf ein Pedal wird legen können (bei 6 Pedal-Anschlüssen würde das ja auch locker gehen!!!!), um so wahlweise sich selbst im Mix (bin noch nie in den Genuss eines Mixers gekommen!) regulieren zu können, oder - bei wichtigeren Passagen - sich besser zu hören (ohne den Mix zu verändern).


    So, das ein Vol-Pedal den mixrelevanten Output steuert, und das andere den Stereo-Mix .
    Wenn man dann noch den Gesang (im Monitor) mit abfrühstücken könnte, wäre das was ganz feines.

    Aber dann sind wir wohl eher beim Helix, der da mehr zu bieten hat....