Kemper Kone Vorteile gegenüber FrFr Box?

  • Kann mir jemand erklären worin nun der Unterschied zu einer FRFR Box ist? Der Frequenzgang ist nen ticken anders. Ok. Aber bekommen ich mit den Speaker Inprints das Fundament einer echten Box mit echtem Amp oder wo ist jetzt der Sinn dahinter? Hat jemand die Box schon? Ist die Box stabil auf dem Boden, wenn der Kemper draufseht? Bin am überlegen, mir die Speaker für ne 212er Box zu holen oder doch die 212 so belassen wie sie ist und dann ne unloaded Palmer 212 zu holen.

  • Also der Kemper-Kone hat einen ganz speziell definierten Frequenzgang. Dadurch, das dieser Frequenzgang genau bekannt ist und bei allen Kemper-Kones weitgehend gleich, ist es der Software im KPA möglich, dessen Ausgangssignal so zu formen, das sich der Lautsprecher entweder komplett linear verhält (dann sollte er das Cabinet-Modell des Profiles ideal wiedergeben, Möglichkeit A) oder aber ihm - unabhängig vom Cabinet-Modell - den Frequenzgang eines von 19 klassischen Gitarrenlautsprechern aufzudrücken (Möglichkeit B), was eben viel besser gelingen sollte als bei irgendwelchen anderen Lautsprechern bzw. Boxen, weil hier eben dessen Verhalten und Frequenzgang genau bekannt ist. Eigentlich doch logisch, oder?


    @CK und alle Leute von Kemper: Ich hoffe, ich habe das halbwegs richtig ausgedrückt... Wenn nicht, bitte korrigieren, Danke!

  • der aber ihm - unabhängig vom Cabinet-Modell - den Frequenzgang eines von 19 klassischen Gitarrenlautsprechern aufzudrücken

    geht aber auch sonst mit jeder FRFR-Box. Cab-Module gibt es ja ungeheuer viele, und in der Tat, der Sound eines Profils ändert sich u.U. sehr stark, wenn man es mit einem anderen Cab verbindet. Ob der Kemper-Kone hier noch besser ist? Keine Ahnung. Für Kemper ist es natürlich ein neues Geschäftsfeld, und das wird natürlich auch mit entsprechenden Marketingaussagen garniert. Da man mit dem Profiler einen guten Namen hat, kann man noch eins drauf setzen.

  • Ich hole mal etwas aus:

    Der Hauptgrund, warum viele sich noch nicht so ganz mit dem Thema Modeling/Profiling anfreunden konnten, ist das Problem der Verstärkung. Fullrange- Monitore klingen halt ganz anders als Gitarrenlautsprecher und fühlen sich auch anders an (für Gitarristen steifer und weniger musikalisch/expressiv).?
    Dieses Thema wurde auch lange vernachlässigt. Den Gitarristen, die darauf beharrten, dass Gitarrenlautsprecher für sie besser klängen und einen musikalischeren Ausdrück förderten, wurde immer gesagt, sie müssten einfach einen Paradigmenwechsel vollziehen, sich einhören, an FRFR- Boxen gewöhnen, dann würde das schon. Und schließlich wären wir ja auch mit den klassischen Gitarrensounds auf eine Weise sozialisiert worden, dass wir diese zunächst ja auch über Fullrangesysteme wahrgenommen haben (nämlich als Schallplatten auf unseren HiFi- Anlagen).

    Auch ich habe lange an FRFR festgehalten, aber irgendetwas fehlte mir immer... so dass ich vor einiger Zeit mich komplett von FRFR- Lösungen verabschiedet habe und zu echten Gitarrenlautsprechern zurückgekehrt bin.

    Schließlich gehört für E- Gitarristen der Lautsprecher mit zum Instrument dazu, ist also kein reines Reproduktionselement, sondern ebenso ein Soundgenerierungselement wie die Gitarre, der Amp, und etwaige Effekte auch.

    Deswegen sind Gitarristen da auch so eigen.


    Kemper hat sich über die Jahre dem Thema mehr und mehr gewidmet. Erst wurde dem Profiler vor einigen Jahre das "Purecab"- Feature spendiert, das Kammfiltereffekte von Gitarrenboxen nachahmt, was schon ein Schritt in die richtige Richtung war.

    Und jetzt kommt das Meisterstück, das Endresultat, das Kemper Kabinet, das für Gitarristen, die den Profiler spielen, die Lücke schließt zwischen "fühlt sich fast so an wie ein Gitarrenlautsprecher" und "ist ein Gitarrenlautsprecher".


    Im Kabinet arbeitet ein 12" Breitband- Speaker mit einem Whizzer Cone. Der Speaker hat also kein Horn und keinen Tweeter, sondern einen einzelnen Treiber und klingt dadurch einem Gitarrenlautsprecher viel ähnlicher. Engeres Abstrahlverhalten, mehr Punch.


    Er kann ein Fullrange- Speaker sein, oder es werden ihm durch die DSP des Profilers die EQ- Imprints verschiedenster Speaker übergestülpt (mit korrektivem EQ, nehme ich an). Dazu gehören alle üblichen Verdächtigen: V30, Greenback, Creamback, Blue, verschiedene Jensens, JBL, EV und auch einige Raritäten wie z.B. Oxford Speaker. (Mehr sind für später geplant.).


    Es läuft also so ab, dass vom Profiler über die Hauptausgänge das normale Signal inkl. der Kemper Cabs zum FOH geht, über den Monitor Out schalte ich die Kemper Cabs aber ab (Monitor Cab off) und höre das Kabinet mit dem Speaker- Imprint meiner Wahl.

    Das funktioniert hervorragend und klingt wie ein Gitarrenlautsprecher, und zwar so wie der, den er jetzt als Imprint darstellen soll (einige Speaker, die hier vorhanden sind, habe ich ja selbst).


    Der Knaller ist ein Parameter, der sich "Directivity" nennt. Damit kann ich quasi meine Position zum Speaker im Raum virtuell verstellen, ohne das Kabinet selbst zu bewegen. Kurz gesagt: Hohe Directivity = viel Beam, wenig Directivity = wenig Beam (als wenn ich total Off axis stehen würde).

    Dieses Feature wird live extrem nützlich sein, wenn das Kabinet auf der Bühne abgestellt wird und ich mir den Sweet Spot im Verhältnis zu dem Punkt, wo ich auf der Bühne zu stehen habe, per Directivity einregle. Ich kann den Parameter sogar z.B. während des Soundchecks auf ein Pedal legen und durchmorphen, um zu schauen, was für mich passt, ohne dabei mit dem Spielen aufhören zu müssen.


    Ziemlich genial ist auch, dass ich in den Aux- In des Profilers ein Fullrange- Signal (zugespielte Musik zum Beispiel) einspeisen kann, dass von der Box Fullrange gespielt wird, während ich mit der Gitarre einen Speaker- Imprint mit beispielsweise einem Greenback benutze.


    Im Fullrange Modus klingt die Box sehr gut, wie ein sehr guter Monitor, und eine Acoustic kommt sehr gut darüber.

    Aber mit der E- Gitarre werde ich nur noch Imprints benutzen, ganz klar!


    Was gibts noch zu sagen? Der Form- Faktor ist super.

    Sehr elegant, sehr wertig gebaut.

    Dabei überraschend klein, kleiner als die 1x12 Palmer- Box zum Beispiel.

    Und mit knapp über 11 kg überraschend leicht.


    Man kann den Speaker übrigens auch ohne das Kabinett einzeln, als 2er oder auch als 4er- Pack kaufen (gar nicht mal so teuer). und z.B. seine Lieblings- 4x12" damit auszustatten.


    Um mein Fazit mal ganz unverkürzt zusammenzufassen:

    Ich bin begeistert.

    Das ist wirklich etwas so noch nie Dagewesenes!

  • Ich habe mir mal ein paar (2 Stück) bestellt. Ich habe bereits eine Box mit F12-X200.

    Mal sehen wie groß der Unterschied ist.


    ich habe bisher noch nicht verstanden warum man dazu einen speziellen speaker benötigt.

    Es wäre doch völlig ausreichend den IR / Frequenzgang seines FRFR in den Kemper zu laden, der könnte das dann berechnen.

  • Ich überlege grade, ob ich nicht eher 2 112er nehmen soll oder eine 212. Ich tendiere gerade eher auf z.B, eine Palmer 212 mit Stereo an den Kemper via Endstufe, wenn dann schon richtig^^. Was meint ihr? Spiele so mehr Rock und auch härtere Sachen

  • Mit 2x 112 bist du flexibler und kannst bei Bedarf eine oder zwei mitnehmen.

    Mich stört nur die Palmer 112 is hinten offen. OK könnte die hinten auch zu machen. Oder doch gleich Kemper Kone und 2 davon? Ich vermute mit dem Kone Speaker ist da mehr hinter als mit regulären 112er Boxen?

  • Mich stört nur die Palmer 112 is hinten offen. OK könnte die hinten auch zu machen. Oder doch gleich Kemper Kone und 2 davon? Ich vermute mit dem Kone Speaker ist da mehr hinter als mit regulären 112er Boxen?

    Du meinst das Kabinet? Es ist schön klein und leicht. Und ja, es ist geschlossen, was die von dir gewünschte Charakteristik etwas unterstützt. Aber wie du selbst schreibst: man kann so ne Box auch selbst zu machen.

    Aber warum sollte mit dem regulären Kabinet mehr dahinter sein?

  • Hm, da bislang alle FRFR Lösungen verschiedener Hersteller mit demselben Profil z. T. sehr unterschiedlich klingen, somit auch der Kone Spaker in unterschiedlichen Gehäusen unterschiedlich klingen wird, bleibe ich bei meinem FRFR Monitor (aktuell mal ein 112 Headrush).
    Das blöde und leidige Problem ist einfach, dass die Gitarrenspeaker, die wir so kennen und schätzen gelernt haben (Cel. Greenback, Cel. V30) erst ab einer bestimmten Lautstärke zum Traumklang angeschoben werden. Da ist auch die Interkation mit der Endstufe (Oldschool natürlich Röhre ;) ) nicht unwesentlich.
    Ob der KPA das nur über SW mit der Ansteuerung eines BB Speakers imitieren kann, müsste ich echt erstmal hören. Aber bislang habe ich da nix verwertbares gefunden.
    Ich warte den "little Hype" noch etwas ab.

  • Also meine F12-X200 ist in einem Palmer 112 Cab verbaut das ich hinten geschlossen habe und da gleich ein 200W Endstufenmodul verbaut habe, man kann diese Box Passiv oder Aktiv betreiben.
    Unser Keyboarder ist von dem Teil ganz angetan, vielleicht verkauf ich sie ihm.

    Meine Erfahrung ist, willst du Schalldruck brauchst du nicht nur Leistung sondern vor allem Membran-Fläche.
    Daher werden die zwei Kemper Kone in eine geschlossenes 212 Palmer CAB verbaut.

    Diesmal allerdings Passiv, mit einem Mono ( 8 Ohm) und Stereo (2x4Ohm) Mode.
    Die Endstufe bleibt extern, ist flexibler und spart Gewicht.


    Bitte Aufpassen bei verwendung des Palmer 212, man darf nicht die Standardverschaltung von Palmer verwenden.
    Diese schaltet im Monobetrieb die Lautsprecher parallel, sie muss aber seriell da der Kone nur 4 Ohm hat.
    Das gibt sonst 2 Ohm Gesammtimpedanz was der Poweramp und die meisten gängigen Endstufen nicht vertragen.

  • Wäre halt interessant wie sich so eine F12-x200 oder Kemper Kone Box im Vergleich zum rcf schlägt. Der ist ja schon mal Qualitätiv ganz oben angesiedelt und eigentlich auch super.

    Mehr Amp like ist natürlich das nach dem alle Gitarristen suchen. Hier gibts kein Ende ;-)


    Hab auch überlegt so einen günstigen Alto 12" Monitor zu nehmen oder was ähnliches z.B. vom Thomann den Pro A12 und da den Kemper Kone oder F12-X200 einzubauen.

    Der Kemper Kone wird wahrscheinlich eh der F12-X200 sein...? Wir sogar etwas günstiger verkauft.

    Grundsätzlich eine fairer Preis für Kabinet bzw. Kone.

  • Kone ist kein F12 sondern ein modifizierter K12 Celestion

    der F12 hat nen Tweeter der K 12 nicht sondern den 2ten Winzer Kone

    der F12 hört sich sehr gut mit Studio Profiles an, mit den Imprints für den Kone

    nicht mehr so toll , eher harsch

    wenn man den Kone in bestehende aktiv Boxen einbaut sollte man vorher checken

    ob der amp nicht irgendwelche DSP einstellungen gespeichert hat, dieses würde

    die Arbeitsweise des Kone behindern

  • DonPetersen

    Changed the title of the thread from “KEMPER KONE VORTEILE GEGENÜBER FRFR BOX? ETC” to “Kemper Kone Vorteile gegenüber FRFR Box?”.
  • Ich weis ja nicht wer wem was nachplappert.

    Es ist aber genau umgekehrt.


    Ich habe beide Speaker und habe den K12H in einer 2-Wege Wedge und den F12 als Kemper Box FRFR.


    - Der F12-X200 hat keinen Tweeter !! Er ist ein single Cone.

    - Der K12H-200TC oder auch der K12H-100TC ist ein Coaxial Twin Cone er hat einen Tweeter

    mit separatem Hochtöner Anschluss und benötigt auch eine Fequenzweiche.


    Man lese bitte zuerst das Datenblatt.

    https://celestion.com/product/138/k12h200tc/

    https://celestion.com/product/200/f12x200/



    Der Kemper Kone ist daher näher am F12-X200 als am K12H-200TC.

  • Celestion F12: "... the higher frequency part of the signal is reproduced using a Celestion compression driver which has been integrated using a high quality crossover circuit


    ich habe auch einen F12 , nimm mal den Plastik Deckel ab und du siehst eine Frequenzweiche für den Tweeter