Kemper Kone Vorteile gegenüber FrFr Box?

  • Das ist auch das größte Problem beim InEar Mix oder Monitor Mix über FOH, die Klangreglung am ChannelStrip wird erstmal so eingestellt das du anderen Instrumenten nicht ins Gehege kommst. Im InEar/Monitor Mix kannst du dann zwar dein Instrument lauter und leiser machen, oder den Monitor EQ an deine InEars/Monitor anpassen. das aber nur in Summe. Daher bevorzugen es viele, sich das Kemper Signal selbst auf das InEar zu mischen.

    Deswegen gibt es auch keinen InEar Mix vom FOH für uns sondern einen eigenen separaten Monitormix mit eigenem Monitor Pult. Die Recall Fähigkeit dabei ist ebenso deutlich besser, der Monitor Mix steht auch sofort nach dem Anschalten und evtl. kleinen Gain Anpassungen. Wir soundchecken mittlerweile nur noch für FOH, für uns selbst reicht ein Signalcheck ob alles lebt. Du hast damit natürlich vollkommen Recht und das ist sicherlich für viele auch sehr abschreckend wenn sie anfangen mit InEar zu arbeiten und irgendwie einen vollkommen vergurkten Mix bekommen. Basser haben es da sogar noch schwieriger. Eigenes Monitoring empfinde ich als eine absolute Wohltat und senkt den Stresspegel für alle Beteiligten. :)


    Du vergißt bei dieser Denke aber das es im Studio noch einen Produzenten und Live noch einen FOH Soundtech gibt.
    Diese beschneiden deinen Frequenzbereich fast immer, so das Sie dem Band-Mix angepasst sind.

    Vergesse ich nicht. ;)

    Wenn man sich selbst nicht hört, ist das meist nicht ein Problem der Lautstärke sondern der Überschneidung/Vermischung von Frequenzen.

    Jein, Lautstärke spielt dabei schon eine Rolle weil höhere Lautstärken auch stärker schlechte Räume/Bühne etc. anregen was aber wie du schon sagst zu Vermischung von Frequenzen führt bzw. Überbetonungen, Auslöschungen und was sonst noch so alles passiert.

    Auch bei InEar sollte man immer ein eigenes CAB auf der Bühne stehen haben.
    1. Man braucht es für bestimmte Frequenzen damit die Gitarre in Resonanz gehen kann.

    Also das ist bei großen OpenAir Festivalbühnen aber auch nicht mit einem Cab erledigt ;) Die Gitarrencabs haben nämlich einen ziemlich bescheidenen Wirkungsgrad. Beim Kone ist das bauartbedingt natürlich anders und besser, reicht trotzdem nur für einen begrenzten Bühnenbereich. Große Bühnen brauchen, um den Bühnenbereich für eine sich bewegende Band abzudecken leider auch viel Monitoring was insgesamt wieder für viel Soundschmutz sorgt.

    Ich sehe das als nicht zwingend notwendig an, wobei sich das sicherlich von Einsatzgebiet und Genre her auch unterscheidet, deswegen würde ich das nicht pauschalisieren. Wenn ich mit Bands im Studio arbeite entscheidet sich das auch immer individuell, für einige Sachen ist es sinnvoll ein CabInTheRoom zu haben, für andere Sachen eben nicht. Wobei auch hier der Kemper Kone wieder enorme Vorteile bieten kann, wenn es weniger wichtig ist mit dem Sound zu arbeiten der auch anschließend auf die Platte kommt, was meine ganz persönliche Präferenz ist wenn ich selber einspiele, aber das ist halt sehr individuell.

    2. Dem Drummer muß ja irgendwer Einhalt gebieten. :-)

    Hmm nee auf unsere Schießbude lass ich nix kommen :) Ich weiß zwar was du meinst, aber gerade die Lärmreduzierung hilft allen das eigene Instrument besser zu dosieren, es macht ja auch beim Drummer einen Unterschied ob er nur mit seinem Gehörschutz reinhämmert und den Rest irgendwie so semi hört oder ob er einen guten InEar Mix hat und ein direkteres Feedback bekommt, zumindest meine Erfahrung.

  • Das mit dem eigenen Monitormix machen wir seit 2014 auch so. Eigenes digitales Pult mit Splitter dabei. Seitdem machen wir auch nur noch Soundcheck für den FOH. Der letze Monitocheck war glaub ich vor 3 Jahren :-D. InEar einschalten, Lautstärke am Bodypack regeln, fertig.

    Wieso man auch bei InEar ein Cap auf der Bühne haben sollte verstehe ich nicht. Bei uns verschwand die letzte Gitarrenbox vor 6 Jahren von der Bühne. Seitdem wurde eine Box noch kein einziges Mail vermisst. Klar war es ein, zwei tage umgewöhnen, aber die Vorteile sind enorm. Allein meine Bewegungsfreiheit links auf der Bühne, rechts auf der Bühne, hinter oder vor der Bühne... meinen Amp hab ich immer perfekt im Ohr.

    PS:
    Ich möchte nicht überflüssigerweise einen extra Thread eröffnen und poste meine Off-Topic Frage mal hier mit rein. Beantwortung auch gern per PN um das Thema hier nicht zu stören:
    Darf man hier KPA Verkaufsartikel posten?

    ESP Eclipse Black Distressed | Schecter S-1 "Zacky V Blade" | Fender Telecaster "Jim Root" | Kemper Stage |

    Line 6 Relay G30 | TC Polytune | LD Systems MEI 1000 G2 InEar | Behringer X32 Compact | Scarlett Focusrite 2i4 |

    KRK RP6 RoKit | Cymatic Audio uTrack24 | Vox JamXox |  Logic

  • Wieso man auch bei InEar ein Cap auf der Bühne haben sollte verstehe ich nicht. Bei uns verschwand die letzte Gitarrenbox vor 6 Jahren von der Bühne. Seitdem wurde eine Box noch kein einziges Mail vermisst.

    Sicher nicht für alle Musikstile interessant, aber: Wie erzeugst du dann ein Feedback, sprich einen stehenden Ton a la Gary Moore mit InEars?


    Da brauchst dann schon eine Box / ein Cab oder was auch immer. Dafür habe ich in der Tat noch einen FRFR Monitor vor mir liegen. Damit geht das wunderbar und "verschmutzt" weder Raum- noch Bühnensound übermäßig. Auf großen Bühnen lohnt es sich - wie es auch Gary gemacht hat - die Sweet Spots beim Soundcheck zu markieren...

  • Ich weiß jetzt nicht ob ich einen stehenden Ton a la Gary Moore erzeuge, aber eine Art Feedback geht mit dem KPA auch ohne Box.

    Es mag natürlich Stile geben, wo man drei Stunden auf der Bühne Feedback's erzeugen muss. In den wenigen Ausnahmefällen wird man dann die Monitorbox tatsächlich brauchen.

    Aber wegen einmal am Abend mal nen Ton stehen lassen (obwohl man es wahrscheinlich gar nicht muss) extra noch ne Box auf die Bühne stellen ist mir dann auch zu aufwendig. Wobei wie gesagt Ton stehen lassen und "Feedback" erzeugen mit dem KPA auch ohne Monitorbox funktioniert.

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  • Ich verstehe völlig den Nutzen von IEM, und dass es praktisch ist, einfach und platzsparend, rationell eben.

    Ich habe selber lange ein Sennheiser G3 - System benutzt.

    Nur devaluiert dies nicht die Sichtweise derjenigen, die es noch etwas geiler haben möchten, unter gewissen Umständen jedenfalls.

    Etwas geiler geht nur mit Box.

  • Deswegen gibt es auch keinen InEar Mix vom FOH für uns sondern einen eigenen separaten Monitormix mit eigenem Monitor Pult. Die Recall Fähigkeit dabei ist ebenso deutlich besser, der Monitor Mix steht auch sofort nach dem Anschalten und evtl. kleinen Gain Anpassungen. Wir soundchecken mittlerweile nur noch für FOH, für uns selbst reicht ein Signalcheck ob alles lebt. Du hast damit natürlich vollkommen Recht und das ist sicherlich für viele auch sehr abschreckend wenn sie anfangen mit InEar zu arbeiten und irgendwie einen vollkommen vergurkten Mix bekommen. Basser haben es da sogar noch schwieriger. Eigenes Monitoring empfinde ich als eine absolute Wohltat und senkt den Stresspegel für alle Beteiligten. :)

    Wir haben auch einen eigenen InEar Mixer, bringt aber insofern nichts als das du pro Instrument / Mic Channel nur einen EQ hast.
    Natürlich hast du nochmal einen EQ pro AUX der geht aber auf die gemischte Summe pro AUX.
    Wenn du also auf einem Channel Frequenzen raus nimmst, kannst du diese nicht individuell auf deinem IEM wieder draufmischen.
    Ich misch mir also IEM der Band ohne meine eigenes Signal, und mische den Kemper selbst noch drauf.

  • Ich verstehe völlig den Nutzen von IEM, und dass es praktisch ist, einfach und platzsparend, rationell eben.

    Ich habe selber lange ein Sennheiser G3 - System benutzt.

    Nur devaluiert dies nicht die Sichtweise derjenigen, die es noch etwas geiler haben möchten, unter gewissen Umständen jedenfalls.

    Etwas geiler geht nur mit Box.

    Früher war was "etwas geiler" ist mal Geschmacksache. Heute geht das nur mit Box ;-) ...

    Wie bereits geschrieben finde ich eine Box für zu Hause, um mal aufzudrehen, eine nette Spielerei. Man brauch sie aber nicht (Achtung: Nicht grundsätzlich sondern nur bezogen auf die Aussage "Auch bei InEar sollte man immer ein eigenes CAB auf der Bühne stehen haben.").

    Ob der Sound mit zwei Fullstacks auf der Bühne außerhalb des eigenen Abstrahlbereichs geiler ist als IEM, bleibt aber wahrscheinlich doch Geschmacksache.

    Yoda Guitar
    Wir haben gar keinen EQ auf dem InEar. Geht natürlich nur wenn die Quellen gut sind. Manchmal macht man es sich komplizierter als man muss.

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  • Wir haben auch einen eigenen InEar Mixer, bringt aber insofern nichts als das du pro Instrument / Mic Channel nur einen EQ hast.
    Natürlich hast du nochmal einen EQ pro AUX der geht aber auf die gemischte Summe pro AUX.
    Wenn du also auf einem Channel Frequenzen raus nimmst, kannst du diese nicht individuell auf deinem IEM wieder draufmischen.
    Ich misch mir also IEM der Band ohne meine eigenes Signal, und mische den Kemper selbst noch drauf.

    Bei uns funktioniert's auch so hervorragend, aber so hat jeder seine eigene Herangehensweise. :) Gitarren und Bass sind vom EQ her bei uns im InEar Mix so gut wie flat, höchstens HP/LP aber die sind auch eigentlich in den Grundsounds schon so drinnen, das ist auch ganz bewusst so gemacht bei uns. Aber zum Glück gibt es ja viele Möglichkeiten ans Ziel zu kommen. Geht aber glaube ich gerade auch am eigentlichen Thema vorbei. :)

  • Wenn deine Prämisse die ist, möglichst immer genau das hören zu wollen, was das Publikum hört, dann ist FRFR (in möglichst hoher Qualität) genau dein Weg.

    Wir aber gehen von der Prämisse aus, dass ein abgenommener Cabsound nur der zweitbeste Sound ist.
    Der beste ist ein echtes Cab im Raum.

    Den gönnen wir uns sozusagen mit dem Kabinet (man gönnt sich ja sonst nichts). ;)
    Und das Publikum bekommt den ebenfalls sehr guten emulierten Sound, an dem ja nichts auszusetzen ist.

    Aber ein echtes Cab ist nunmal eine Ecke geiler, da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Aufjedenfall richtig.

    Da muss man dann aber auch soweit gehen und sagen, wenn ich nur den Sound der Box X auf der Bühne will dann macht es irgendwo vielleicht auch mehr Sinn mir Box X statt des Kone/Kabinet auf die Bühne zu stellen.


    Wobei das Kemper Kabinet aus der anderen Perspektive natürlich genau deshalb auch wieder ins Kemper Konzept passt.

    Weil ich dann eben nicht die teure, alte, geliebte, unersetzliche Box mitnehmen muss sondern eben "nur" das Kemper Kabinet mit dem passenden Imprint.

    Eben genauso wie ich nicht mehr meinen alten Plexi mitnehme sondern den Kemper und das Profil.


    Und für Zuhause oder wenn ich auf Sessions viele verschiedene Amps/Profile spiele ersetzt das Kabinet die Notwendigkeit alle Boxen im Original da haben zu müssen wenn ich eine zum Profil passende Box spielen will.

    Und da holt mich das Kabinet aufjedenfall ab, weil mich das spielen über Monitorboxen mit Studio Profilen nie wirklich angemacht hat und ich sowieso immer über eine kleine 1x12 V30 gespielt habe, die natürlich nicht unbedingt zu allen Amps passt.


    Das war für mich auch immer der Unterschied vom Kemper zu anderen Modelling Geschichten. Der Kemper ist ein richtiger Amp den ich selbstverständlich über eine Gitarren-Box Spiele. Die vollen Studio Profiles sind fürs Studio oder für die PA, wo es ganz andere Anforderungen gibt.


    Wobei ich Live natürlich auch wieder andere Themen mit dem Kabinet kriege, wenn man sich bspw. die Gitarrenbox mit anderen Bands teilt.


    Aufjedenfall interessant.

    Mehr Optionen werfen halt immer mehr Fragen auf.

  • Hallo zusammen,

    vielleicht kennt ja jemand mein Equipment und kann mir etwas Licht ins Dunkel bringen:

    Ich habe das camper DiY-Kit von Ritter Amps, also

    1x12" Breitband-Ltspr. plus Hochtöner im Palmer-Cabinet.

    Nutze schon die Cone-Einstellung am Profiler.

    Kann mir jemand sagen, ob der Lautsprecher-Tausch des Lautsprechers von Ritter (kennt hier jemand den Lautsprechertyp?) zu Kemper-Cone überhaupt etwas bringt und wenn ja mit welchen Benefit kann ich dabei rechnen? Gibt es da überhaupt einen Unterschied, oder ist das eher marginal und man sollte den Invest nicht als lohnenswert einstufen? Weil 150€ investieren um dann festzustellen daß das eigentlich nicht notwendig war möchte ich mir gern sparen.

    Vielen Dank im Voraus für Eure Antworten.

    Viele Grüße

    Herby

  • Kann mir jemand sagen, ob der Lautsprecher-Tausch des Lautsprechers von Ritter (kennt hier jemand den Lautsprechertyp?) zu Kemper-Cone überhaupt etwas bringt und wenn ja mit welchen Benefit kann ich dabei rechnen?

    Hi Herby,


    vom rein technischen Standpunkt aus betrachtet kann der Sound, den die Kone-Einstellung des Kemper liefert, tatsächlich auch nur mit einem Kemper Kone (ja, Kemper schreibt Kone wirklich mit K...) authentisch zu Gehör gebracht werden. Wenn das dein Ziel ist, kommst du um dessen Anschaffung sowieso nicht drumherum! Wenn du aber mit dem Sound deines jetzigen Speakers vollauf zufrieden bist, dann ist doch alles schick und es gibt auch keinerlei Grund, irgendetwas zu ändern. Wobei ich persönlich ehrlich gesagt mit einem zusätzlichen Hochtöner so meine Probleme hätte, weil der mir zu viel hochfrequentes Gefiesel produziert, insb. mit Strat, Tele & Co, was man kaum wegbekommt. Daher meine Empfehlung: Den Hochtöner einfach mal runterregeln, falls das bei dir technisch möglich ist. Man kann ihn sicher auch ganz abklemmen, dann muß man aber dafür sorgen, das der Breitband-Speaker NICHT über die ganz bestimmt vorhandene Frequenzweiche läuft, weil die diesen nach oben hin begrenzen wird.


    Gruß

    SKL

  • Ich habe für eine kurze Zeit das Ritter/Palmer- Kit ausprobiert.

    Kurz: Ich fand es nicht besonders.

    Daher rate ich dir tatsächlich dazu, einmal den Kone in deine Palmer- Box (eine gute Box) einzubauen.

    Kone/Kabinet sind für mich nach immerhin fast 10 Jahren Kempernutzung die beste Lösung.

  • Hallo SKL,

    hallo Ingolf,

    vielen Dank für Eure Antwort.

    Denke dann werde ich mit doch den Kone zulegen müssen...

    Irgendwie finde ich den Sound aktuell mit meiner Box zu steril. Dieses schöne Schmatzen des Gitarrenanschlags, mit diesen glänzenden Höhen, ohne dabei zu schneiden, was ich so nur von Celestion kenne, geht mir schon ab.

    Vielleicht kommt das mit dem Kone ja wieder.

    Den Hochtöner hatte ich bereits schon abgeklemmt. Hatte mir deutlich zu viel Höhen.

    Habe immer einen Highcut bei 8kHz.

    Trotzdem bin ich nicht ganz glücklich damit.

    Viele Grüße

    Herby

  • Habe immer einen Highcut bei 8kHz.

    Versuche mal den Highcut auf 5000Hz oder evtl. noch darunter zu setzen. Selbst der Frequenzgang von Strats mit eingebautem Preamp kommt selten über 5kHz. Außerdem nochmal der Hinweis zum Thema Frequenzweiche: Die wird den Frequenzbereich des Breitbandtöners beschneiden. Schließe den mal direkt an, also unter Umgehung der Weiche und horche mal, wie der Sound dann ist, u.U. reicht das bereits um den Klang zu verbessern... Und überhaupt: Wenn du einen Kemper Kone einbauen solltest, dann musst du den sowieso direkt anschließen, also auch da die Frequenzweiche weglassen, sonst macht das alles keinen Sinn!