Die Zukunft des KPA

  • Hallo Community, hab mir gerade auf youtube von rabea einen A/B Vergleich angesehen vom neuen Quad Cortex und meinem geliebten KPA in den ich viel Zeit und Geld investiert habe, nun hat dieser gerade im A/B Vergleichstest beim Profiling/Capturing eher bescheidener abgeschnitten als das Quad Cortex.

    Meine Angst ist, ob der KPA nun deutlich an Wert bzw. Interesse verliert.

    Bin ja der Meinung, never change a functional system und mein KPA Setup und ich sind ein gutes Team.

    Bin ja was neue "Der Neue, oder das Beste am Markt" Geräte angeht eher skeptisch und der Meinung, ein besseres Gerät macht keinen besseren Spieler aus mir, hab aber trotzdem Bedenken was die Zukunft für meinen KPA angeht.:rolleyes:


    Das ist jetzt rein subjektiv gefühlt und soll nicht wertend oder niemanden vor den Kopf stoßen, aber gibt es von Christoph K. in Bezug auf das Quad Cortex und Zukunftssicherheit von KPA ein Statement?:/


    LG vjclaus

    Dunlop Wah Q95 -> KPA -> main to FOH ->KRK6 -> Monitor out DXR10 -> EXP DVP3 -> Remote: Guitars: Slash Gibson Les Paul Custom Shop - James Tyler Variax JTV59 - Epiphone Les Paul with EMG 81 - Furch GN2 Nylon -> Maybach Lester 60

  • Ich denke das 10 Jahre, solange gibt es den Kemper, in dieser Computer gestützten Hardware,

    mehr als Zukunfstsicher war und ist, kein anders Produkt hat solange ohne Hardware upgrade oder

    neue HW Versionen überlebt.

    Das alleine hat den Preis des Kempers schon mehr als bezahlt gemacht.

    Wenn was neues kommen sollte ist das mehr als ok, der jetzige Kemper wird dadurch ja nicht schlechter !

  • Als ich vom Quad Cortex gehört habe, wurde ich auch hellhörig. Erstmal dachte ich „hört sich vollmundig an, aber es haben ja schon einige sowas versprochen und konnten dann noch „liefern““. Dann kam das Video von Rabea und ich dachte mir hoppla, soll ich dem Teil vielleicht doch mal eine Chance geben? Meine Antwort für mich ist NEIN, ich liebe meinen Kemper, genieße es damit zu tüfteln oder einfach nur stundenlang zu spielen und üben. Das System ist unvergleichlich, wie von digbob schon geschrieben, das System ist schon 10 Jahre alt, hatte noch kein Hardwareupdate nötig. Und was die Softwareupdates und die Erweiterungen angeht, das sucht nicht nur in der Branche seinesgleichen. Ich kennen keinen anderen der sich so PHÄNOMENAL um seine User kümmert und stetig weiterentwickelt. Die Community ist riesig und man bekommt für jedes Problem eine Lösung. Am Ende ist es wohl eine reine Glaubensfrage, wie bei Mercedes oder BMW. Manch einer wird sich wohl dem Kemper abwenden, für manch einen mag sogar der Quad Cortex der Einstieg für einen Umstieg auf den Kemper sein. Also letztendlich, ich mag mich irren (korrigiert mich bitte) kann zumindest ich nicht sagen welches System besser oder schlechter ist. Zumal man dafür das Teil ja selbst erstmal für einige Wochen zuhause haben müsste.


    Ich bleib bei meinem Kemper :thumbup::love:

    Relish Guitars Mary Snow White <3, Gibson Les Paul '13 Chocolate Satin, Squier Jazzmaster J.Mascis, Fender Telecaster Nashville Deluxe Daphne Blue

  • Oh und die Dynamik...? Also ich weiß nicht wie es bei Euch aussieht, aber ich habe ein paar Profile (und da hängt es meiner Meinung nach von der Qualität des Profiles ab) welche super auf alle Feinheiten meines Spiels reagieren. Welches Pick ich nutze, oder mit welchem Finger und wieviel Druck ich spiele, die Volume und Tone-Poti Einstellungen an meiner Gitarre usw. also ich finde der Kemper fühlt sich dynamisch an und fast wie ein „echter“ Amp (wie es immer so schön heißt). Und das i-Tüpfelchen war für mich noch der Kone.

    Relish Guitars Mary Snow White <3, Gibson Les Paul '13 Chocolate Satin, Squier Jazzmaster J.Mascis, Fender Telecaster Nashville Deluxe Daphne Blue

  • Zuallererst, der Kemper bleibt.

    Dieses Teil zu kaufen war eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem langen Musikerleben getätigt habe.

    Und mittlerweile habe ich wirklich die fast perfekten Sounds, die alles abdecken.


    Trotzdem war ich auch immer auf der Suche nach brauchbaren Sounds neben dem Kemper.

    Aber es ging alles retour. Helix, GT1000, H&K Black Spirit, nichts konnte nur annähernd dem Kemper das Wasser reichen.

    Mal sehen, ob das QC in der Lage ist, neben dem Kemper zu bestehen. Probieren werd ich es auf jeden Fall, wenn das Ding dann endlich mal auf den Markt kommt.

    Ob der Kemper einen Wertverlust erleidet ist mir nicht so wichtig. Im Tonstudio meines Schwiegersohnes kann er noch viele Jahre mit überzeugenden Sounds gute Dienste leisten.

    So schnell wird man den Kemper nicht vom Markt bringen. Und wer weiß, vielleicht hat Christoph Kemper schon die nächste Sensation in Planung. Wünschen würde ich es dieser Firma, dass sie weiter besteht und am Markt etabliert bleibt.

  • Es ist extrem auffällig wie viele Leute sich vor die Marketing Karre dieser Firma spannen lassen.
    Seit über einem Jahr geht das schon so. (Januar 2020)
    Erst haben sie die Hersteller Foren "infilltriert", nicht nur Kemper auch Fractal und Line 6.
    Jetzt kommen die bezahlten Youtube-Influencer alle auf einmal natürlich weil sie durch die Marketingabteilung gesteuert jetzt ihre "Freigabe" haben.
    Das Marketingkonzept ist ganz klar auf Abwerbung von Bestandskunden dieser Firmen ausgelegt, denn alt eingefleischte Röhrenfetischisten werden Sie wohl schwer überzeugen können.
    Ich bin echt mal gespannt wie das weiter geht, das muss ja auch alles bezahlt werden,
    Bisher jedenfalls wurde noch nicht ein Gerät verkauft.

  • Mir ist das alles viel zu hektisch. Warum soll ich alle paar Jahre neue digitale Geräte kaufen? Tatsächlich gibt es den ein oder anderen Röhrenamp der mich reizen würde. Aber wenn der dann auch nur als Staubfänger dient wird das dem Gerät auch nicht gerecht. Der Kemper hat mir schon so viel Freude gebracht. Schnelles Auf und Abbauen. Konsistente sounds. Keine Mikros über die man stolpert...

  • Mir ist das alles viel zu hektisch. Warum soll ich alle paar Jahre neue digitale Geräte kaufen? Tatsächlich gibt es den ein oder anderen Röhrenamp der mich reizen würde. Aber wenn der dann auch nur als Staubfänger dient wird das dem Gerät auch nicht gerecht. Der Kemper hat mir schon so viel Freude gebracht. Schnelles Auf und Abbauen. Konsistente sounds. Keine Mikros über die man stolpert...

    Genau so ist es, das QC steht noch ganz am Anfang, all die Feinheiten fehlen ja noch. Ich bin zum Beispiel sehr gespannt wie sie mit mehreren DSP channels (Multiamp config ) einen Effect-Spillover oder ein Morphing umsetzen wollen.
    Auch das Geschäftsmodell wird interessant, langjährige Entwicklung (wie Kemper) oder drei vier Software Updates und dann eine neue Model-Generation um wieder Geld in die Kriegskasse zu bekommen (wie Fractal).
    Wir werden sehen sprach der Blinde ...

  • Bis jetzt hab ich noch keinen Grund gefunden um mich nach Alternativen zum KPA umzusehen. Für mich ist die Kiste die optimale Lösung für sämtliche Saiteninstrumente und hat praxisorientierte Features und keine nice to have Gimmicks. Auch die Ergänzungen wie die Remote und der Kone waren von Anfang an durchdacht und tschörmän enschiniring.

    Der o.g. Support arbeitet 24/7 und die Performance und Kompetenz war zumindest für meine Probleme seit 2015 immer top.

    Einzig die Geschwindigkeit der Updates ist etwas behäbig. Der Editor hatte ein User eher programmiert als der Hersteller. Die Editierung der Remote im RM ist überfällig.

    Allerdings glaube ich hatten wir 2015 das 2.x Betriebsystem und jetzt sind wir auf 8.x, bei 0,00€ Mehrkosten (ob das branchenüblich ist kann ich nicht beurteilen).

  • Das Bessere ist immer der Feind des Guten sagt der Volksmund. Aber - wie schon oben gesagt - das Gute ist immer noch gut, im Falle des Kempers sogar sehr gut. Er hat sich als quasi Industriestandard etabliert und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben, da der Kemper ja nicht schlechter klingt. Es gibt halt ein Gerät, das anscheinend noch ein bisschen besser originale Amps darstellen kann als unsere Geräte. Deswegen haben wir trotzdem einen amtlichen Sound, sind trotzdem mit der Reaktion der von uns ausgewählten Profiles zufrieden - ich würde mich sogar als außerordentlich glücklich beschreiben.
    Eine weitere Sache finde ich in diesem Zusammenhang auch noch wichtig: die Community. Damit einher gehen wichtige Punkte, die in den Vergleichstests überhaupt keine Rolle spielen: gegenseitige Hilfe bei Problemen, eine unfassbare Menge an Profiles für jeden Geschmack und so ziemlich jeden Einsatzzweck, Tendenz nach wie vor steigend und last but not least die Zusammenarbeit mit den Entwicklern. Lasst uns mal nicht vergessen, dass die Leuts von Kemper hier mitlesen, sich inspirieren lassen, welche Fietschääs von den Kunden gewünscht sind, Hilfestellung leisten und ansprechbar sind. Und a prospros Features: was hat sich da seit Erscheinen des Kempers getan - und das auch noch kostenlos? Hammer!
    So etwas muss ein anderer Anbieter erstmal hinkriegen. Deswegen sehe ich das alles sehr entspannt und spiele lieber mir meinem Kemper.

    Edit: Sorry, ich hatte den Thread gestern Abend gelesen und heute morgen geschrieben, ohne den Verlauf zu aktualisieren. Jetzt doppeln sich einige Sachen.

  • Das weiß ich nicht, deswegen schrieb ich "anscheinend". Aber wenn man sich die Vergleichstests auf Youtube anschaut, dann scheint es so zu sein, dass sich der Cortex wohl besser anfühlt bzw. sensibler auf den Gitarristen reagiert als der Kemper. Ob das dann jemand anderes auch hören kann, wage ich stark zu bezweifeln.

    Weiterhin hat man wohl Möglichkeiten, Amps zu kombinieren und in der Signalkette recht frei zu platzieren. Ob man das braucht? Keine Ahnung...

  • Meine Angst ist, ob der KPA nun deutlich an Wert bzw. Interesse verliert.

    Moinsen!


    Was wäre denn, wenn der KPA dies täte? Die Technik hat ja von vornherein die Tücke, dass sie mit den Jahren meist besser als schlechter wird.

    Von daher wird der Kemper mit sehr großer Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal abgelöst werden. Ob von der Konkurrenz oder aus eigenem Hause. In beiden Fällen würde aber natürlich die "Erstversion", wie wir sie besitzen, an Wert verlieren.


    Aber das würde mich persönlich jetzt nicht dazu verleiten, mein funktionierendes System aufzugeben und neu zu investieren. Dafür hab ich auch viel zu viel Arbeit rein gesteckt.

  • Ich finde es spannend was der QC so auslöst, es gibt ja viele User die sich bestätigen lassen möchten, dass ihre Investition in den Kemper immer noch sinnvoll ist. Bei einem konventionellen Gitarrenamp würde man sich die Frage eher nicht stellen sondern das Gerät so nehmen wie es ist. Ich frage mich manchmal ob das daran liegt, das digitale Produkte vielleicht schwerer zu greifen sind und sie in allen anderen Produktbereichen eine so kurze Lifetime haben.

    Der Kemper wird sich sehr wahrscheinlich was die Qualität des Profilings angeht nicht mehr verändern und irgendwann sind auch die Updatemöglichkeiten was Effekt angeht weitestgehend ausgeschöpft. Aber das ist qualitativ auf so einem hohen Niveau, dass man sich auch fragen muss was man denn noch erwartet. Bei den ganzen Vergleichsvideos ist mir persönlich aufgefallen wie hart die Kemper User mit den YTbern und den Sounds ins Gericht gehen wenn es teilweise um Nuancen geht, es ihnen aber vollkommen egal ist wenn es um ihre Lieblings-commercial-Reseller geht. Wer weiß denn wie nah die Sounds am "Original" dran waren und ob das überhaupt Ziel des Ganzen waren. Da akzeptiert man sehr schnell das etwas gut klingt und ob da die letzten Prozente rausgeholt wurden, entweder es klingt und inspiriert oder eben nicht.

    Das Marketing der Neural DSP Jungs ist super und dass sie sich alle einschlägigen YTber an Bord geholt haben ist absolut richtig, die hätten doch sonst keine Chance in dem Markt. Bei Kemper gab es einen subtileren aber nicht weniger effektiven Weg und ich habe auch den Eindruck, dass sie eben nicht so schnell ihre Geräte einfach an jeden rausgeschickt haben. Wer weiß, vielleicht war da der Eine oder Andere auch etwas beleidigt weil er nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat.

    Aber für alle die zum Beispiel mehr aus der Modelling Ecke kommen und zum Beispiel Schwierigkeiten haben beim Kemper "ihren" Sound zu finden ist das sicherlich ein gutes Produkt.

  • Aber für alle die zum Beispiel mehr aus der Modelling Ecke kommen und zum Beispiel Schwierigkeiten haben beim Kemper "ihren" Sound zu finden ist das sicherlich ein gutes Produkt.

    Nicht nur die. Wenn der Kemper genau das tut, was Du möchtest, die Bedienung für Dich funzt, Du Dich beim Spielen wohlfühlst und genau die Sounds aus dem Lautsprecher kommen, die Du im Kopf hattest, ist es mehr so sinnfrei auf irgendetwas anderes zu wechseln. Liveauftritte werden durch einen Wechsel auf den Cortex nicht besser oder schlechter klingen und eine Studioaufnahme wird - auch wenn man sie mit dem vermeintlich ollen Kemper einspielt - dann gut sein, wenn alle Musiker gut performt haben. In der Fotografie sagt man, dass der Fotograf das Bild macht, nicht die Kamera.

    Wenn einem aber Dinge fehlen, der zweite Amp auf halb-links, irgendwelche Features, die ein anderes Gerät mitbringen oder die Bedienung des Kempers nervt und ein notwendiges Übel ist, dann ist der Kaufanreiz da, auch wenn der Kemper jahrelang super funktioniert hat.

  • drduesenberg

    Der Gedanke dass der Kemper mal weniger wert sein könnte, kann sicher für einen gewissen Zeitraum stimmen.

    Ich stelle abermittlerweile fest, dass bspw. Gitarren aus den 70ern und 80ern, die von Anfang an gut waren, derart im Wert steigen, dass der Neupreis längst überschritten ist.

    Aktuell würde ich das beim Kemper überhaupt nicht ausschließen wollen für die Zukunft. :)

  • Ich stelle abermittlerweile fest, dass bspw. Gitarren aus den 70ern und 80ern, die von Anfang an gut waren, derart im Wert steigen, dass der Neupreis längst überschritten ist.

    Aktuell würde ich das beim Kemper überhaupt nicht ausschließen wollen für die Zukunft. :)

    Der Kemper ist heute schon eine lebende Soundlegende, so wie alte Röhren oder Transistoramps oder bei den Keyboards Yamaha DX7, Minimoog, Nord Stage, der Access Virus oder der Korg Kronos.
    Wart mal ab in 20 Jahren wirst du für den "original Kemper first Generation" richtig Geld hinblättern müssen.

  • Für mich ist der Profiler ein Arbeitsmittel, um den Sound, den ich im Kopf habe und das Gefühl, das ich beim Live-Spielen brauche, umzusetzen. Das macht der seit 7 Jahren höchst prächtig für mich. Die vielen Parameter, die er bietet brauche ich gar nicht alle dafür. Professionelle Profile gibt's für "nen Appel und ein Ei" bei etlichen Anbietern bis zum Abwinken. Der Support von Kemper ist vorbildlich -wenn nicht sogar einzigartig- , das Forum hervorragend und äußerst hilfreich.

    Ich wüsste im Augenblick gar nichts, was mich überzeugen könnte eine Alternative (oder gar einen Ersatz) zu suchen.

  • Nun ja, die genannten Keyboards sind eigenständige Musikinstrumente, der Profiler ist für mich eher weniger nostalgisch „ein Stück Hardware“; ich habe meinen seit April 2012, also fast 9 Jahre. Was ich seitdem an Entwicklungsfortschritten erleben durfte, ohne dass ich dies im Vorfeld erwartet oder gar einkalkuliert hätte, das ist das eigentlich Besondere an diesem Gerät und natürlich am Kemper-Team! Das, und auch diese Community, macht das System Kemper Profiler zu etwas Besonderem. Kundenbindung entsteht auf diese Weise. Von Kemper ist immer etwas zu erwarten. Mit Sicherheit auch irgendwann ein neues Gerät. Bis dahin habe ich ein Top-System zum Musizieren. Und ich stehe irgendwie auch auf deutsche Ingenieursleistung, RME Audiointerface, Neumann Monitore und Mikrofone, auch Nik Huber Gitarre. Ich fühle mich bei Kemper gut aufgehoben. Das hat auch einen Wert.