Getrennter Speicherbereich für Performance-Mode deaktivieren

  • Halli hallo.


    Heute mal eine spezieller Anfrage. Keine Ahnung ob der Titel richtig gewählt ist, ich habe mich an das Handbuch gehalten.

    Ich arbeite zwar bereits seit 5 Jahren mit dem Kemper, allerdings nie mit dem Performance-Modus, weil er bisher für mich nicht praktikabel war. Vielleicht bleibt das weiterhin so, dass kommt auf die Antwort meiner Frage an. 8o


    Folgendes, man kann ja für jede Performance 5 Rigs definieren. Laut Handbuch heißt es: "Die Rigs in den Slots der Performance werden in einem getrennten Speicherbereich abgelegt, so dass sie völlig unabhängig von den Ausgangs-Rigs im Browse-Pool verändert werden können."


    Kann man diese Funktion auch deaktivieren? So, dass die Rigs immer aus dem im Browser-Mode hinterlegtem Rig abgerufen werden?


    Vielen Dank, mit besten Grüßen und noch ein schönes Restwochenende.

    Fossy

  • Nein, geht m.W. nicht. Im Browse Mode hast du ja auch keine 5 Profile auf den Slots.
    Allerdings, wenn du schon so fragst: warum arbeitest du nicht im Performance Mode? Egal, ob Aufnahme, einfach Spielen oder Live: hier hast du doch alles, was man für flexible Sounds braucht.

  • Schade, aber war mir fast klar.


    Ich höre diese Frage immer wieder von vielen Kemper Spielern, die ich auch den Touren so treffe. Ich bin ein kleiner Sonderfall. Da ich nicht den Stage bzw. das Remote benutze. Oder einen anderen ähnlich funktionierenden Foot-Controller. In meiner Lösung sind diverse Setlisten hinterlegt, dort die entsprechenden Songs in der jeweiligen Reihenfolge. Jeder Song hat seinen bestimmten Aufbau (z.B.: Verse-Ref-Verse-Ref-Solo-Ref)


    Soweit so ähnlich zu Anderen. Nun habe ich aber nicht einfach 5 Knöpfe am Board und wähle den benötigten Sound aus, sondern schalte die Sounds in der zum Beispiel oben genannten Reihenfolge durch. Das heißt ich drücke nur einen Fußschalter für "nach vorn" oder den anderen für "zurück". So muss ich nicht immer schauen, dass ich den richtigen Knopf erwische und kann mich besser auf das Publikum konzentrieren.
    Zusätzlich habe ich noch 2 Taster um die Songs vor- und zurückzuspringen, falls man mal einen überspringen möchte oder ähnliches.


    Weshalb nutze ich nun nicht den Performance Mode?

    Ganz einfach. Sagen wir, ich nutze einen bestimmten Zerr-Sound bei 30 von 60 Liedern. Dieser ist immer gleich und muss nicht für jeden Song speziell angepasst werden.

    Wenn ich diesen nun einmal tauschen möchte, oder von Gig zu Gig mal die Lautstärke anpassen muss (Kommt häufig mal vor, dass ich den um 0.5-1.0 lauter bzw. leiser machen muss), dann müsste ich dass ja bei allen 30 Songs einzeln machen. Dafür habe ich gar keine Zeit und vor allem Lust. So, passe ich den einfach im Browse-Mode an und fertig ist. Ich rufe ja eh nur um die 40 Profile ab. Manchmal sind vielleicht auch mehr als 5 Sounds erforderlich. (Ja ich weiß, per Morphing könnte man da noch etwas herumspielen - für mich nicht praktikabel)


    Ich hoffe, soweit halbwegs verständlich ausgedrückt. Ich fahre so sehr gut und muss nicht dauernd auf den Foot-Controller schauen, außer bei Lied beginn, ob das richtige ausgewählt habe. Danach muss ich nur einen Taster treten, fertig.


    Danke und beste Grüße

  • dann müsste ich dass ja bei allen 30 Songs einzeln machen

    verstehe ich nicht. Diese Zerrsound nimmst du doch immer wieder, egal welcher Song. Also brauchst du auch keine 30 Performances.
    Ansonsten klar: alles Gewöhnungssache. Ich komme gut klar, von Slot 1 auf Slot 2 zu schalten o.ä.

  • Sorry wenn ich meinen Senf dazu gebe,

    Du kannst mit jedem Midi fähigen Device (Fußschalter) DAW oder Midi Controller die Performances und Slots direkt aufrufen.
    Das ist überhaupt kein Problem.
    Der Browser Pool ist nur eine Bibliothek mit deinen Basis Sounds es ist dein eigenes "Firmware Preset".
    Was bei Fractal oder Line 6 fest vorgegeben ist, kannst du hier selbst erstellen.

    Der Grund warum die Rigs in die Slots kopiert werden müssen ist, das es Einstellung gibt die sich auf alle Slots in einer Performance auswirken.
    z.B das Song Tempo und die Tonart. Hast du also ein Rig mit Echo und du kopierst diesen in SLOT1 Performance 1 wird dieser Automatisch auf die Geschwindigkeit der Performance (z.B. 120 BPM ) angepasst. In Performance 2 welche auf z.B 140 BPM steht, würde das Rig automatisch auf 140 BPM angepasst. Gleiches gilt für Tonarten bei Pitcheffekten oder Transposer.
    Außerdem wird beim Umschalten von Slot zu Slot innerhalb einer Performance dafür sorge getragen das Hallfahnen, Echos oder Morph sauber in den nächsten Slot überblendet werden.

  • Die Idee hinter dem Ganzen ist, dass man in dem Performance Modus rumbasteln kann wie man möchte, ohne dass man sich im Hintergrund das Basisprofil "kaputt" macht, was ich persönlich auch echt gut finde. :)

    Für den beschriebenen Fall kann das aber unter Umständen wirklich etwas fummelig werden wenn die Anwendung genau so aussieht. Es gibt die Möglichkeit im Performance Modus auch mit der Lock Funktion zu arbeiten, das ist aber auch nur so semi optimal wenn es dann eben nur für 50% der Fälle so sein soll. Und eigentlich ist sie ja dafür auch nicht gedacht und wenn man Pech hat haut man sich ganz gut die Sounds damit durcheinander.

    So richtig sicher bin ich mir auch nicht, wie man diese unterschiedlichen Bedürfnisse sauber und übersichtlich auf dem Gerät abdecken kann ohne dass man in zig Untermenüs irgendwann den Überblick total verliert was man da eingestellt hat.

    Die Anwendung, für jeden Song eine Performance anzulegen ist ja durchaus möglich, aber ich hab das aus ähnlichen Gründen auch nicht so gemacht, weil mir dann das Finetuning zwischen den Songs in der gesamten Setliste einfach echt zu fummelig war und weil es für meine Live Band nicht zwingend notwending ist. Außerdem ist mir das "Setliste" sortieren dabei echt zu mühsam wenn man das auf Tour zwischen Racks auspacken und Soundcheck nochmal eben schnell machen möchte.

    Ich persönlich arbeite wenn es schnell gehen muss dann mit Copy&Paste und kopiere mir die Sachen zusammen wie ich sie brauche.

  • Würde gerne helfen - verstehe aber 2 Dinge nicht

    - wieviele verschiedene Sounds benötigst Du pro Gig?

    - warum mußt Du ggf. nur bei dem einen Sound die Lautstärke anpassen?


    Zum Verständnis meiner Fragen: Ich selbst benötige 5 Sounds/ Gig und habe diese (ich spiele in 3 Bands) auf eben 3 Performances abgelegt (also Band 1, Band 2, Band 3). Dies wiederum deshalb, da z.B. "crunch" & "crunch" (für mich!) schon unterschiedlich sind (z.B. AC-DC im Unterschied zu Status Quo).


    In einer der Bands benötige ich für 2 Songs Sounds, die etwas aus der Reihe tanzen. Dafür habe ich mir eine 4. Performance angelegt.


    So - und diese insgesamt 4 Performances habe ich alle kopiert (das wären dann also 8 Performances) und den Pegel für den Leadboost etwas angehoben!

    Ich habe also JEDE meiner 4 "Grund"-Performances in 2 verschiedenen Lautstärkeunterschieden zwischen "Rythm" & "Lead".

    Die für diesen Gig "richtige" Lautstärke checke ich kurz beim Soundcheck - feddich!

    Mein System klappt natürlich nicht, wenn man 20 Sounds pro Gig benötigt.

    Deshalb meine Fragen.

  • Manchmal frage ich mich echt, was hat man früher gemacht, wo man nur einen Amp auf der Bühne hatte?

    Vielleicht noch den ein oder anderen Treter dazu.
    Da hatte man auch nur den „einen“ Sound.
    Aber um meine Vorredner zu zitieren, der Performance Mode gibt alle Möglichkeiten, die man braucht und das mit nur 1-2 Fußklicks.
    Sind in der Performance alle Slots lautstärkemässig angepasst, dann braucht man nicht mehr nach regeln bzw. nur noch die line outs der Location anpassen.
    5 slots plus Morph, also wen das nicht reicht?

    Und wenn, neue Performance erstellen.
    klasse, in der Performance kann man sich dumm und dusselig ändern, das ursprüngliche rig bleibt unberührt.
    Was willste mehr.
    Einfach mal im Performance fummeln und wenns nicht mehr passt, rig neu laden.

  • "Früher" hatte "man" (= ich) ein Marshalltop OHNE Mastervolumen und einen MXR Distortion+ sowie ein Wah.

    "Clean" brauchte man nicht - das hatten Hendrix, Gallagher & Slade schließlich auch nicht.
    Der "Grundsound" war Amp plus MXR, für's Solo hat man einfach den MXR ausgeschaltet - dann war das lauter.

    Meine Nachbarn wußten nicht, wer Jim Marshall war - aber sie haben ihn gehaßt ;-)

    Dann ging das los mit Tretminen, MV, Mehrkanalamps, Kühlschränken und 2-3 Fullstacks auffer Bühne (und trinkfesten Roadies).
    Das war schon fein, von "clean mit Chorus" mit nur EINEM (!) Fußtritt auf "Zerre mit Delay" zu wechseln.
    Ich bin echt froh, daß ich "früher" nicht Hausmeister in dem Club war, in dem wir geprobt haben ...
    Spruch vom Techniker damals beim Soundcheck zum Clubbesitzer "das ist ein "Marshall" - der geht nicht "laut" oder "leise" - der geht nur "an" oder "aus""!

    Da war mir klar: DEN Amp muß ich haben ;-)

  • Abend.


    Oh man, stelle in diesem Forum immer wieder fest, dass man, sobald man etwas anders verwendet oder nicht so macht wie die Masse hier belehrt und hingestellt wird also ob man es falsch verwendet und dass das doch alles reicht wie es ist.

    Dies ist nicht angreifend gemeint, ist nur meine persönliche Meinung, welche sich aus meiner hier gewonnen Erfahrung widerspiegelt.


    Also... ich beginne mal es detaillierter auszuführen.

    Quote

    Würde gerne helfen - verstehe aber 2 Dinge nicht

    - wieviele verschiedene Sounds benötigst Du pro Gig?

    - warum mußt Du ggf. nur bei dem einen Sound die Lautstärke anpassen?

    Ich verwendet zirka 40 Sounds (meist Cleansounds mit unterschiedlichen Effekten), evtl. kommen demnächst noch weitere dazu. Bitte keine Fragen "Warum so viele?", oder Sprüche wie "so viele braucht man Live gar nicht - unnötig - hören die Zuschauer gar nicht". Ich brauche sie, benutze sie gern und meine Zuhörer schätzen es sehr nicht 4 Stunden das gleiche zu hören.


    Die Lautstärke muss ich nicht immer anpassen. Es kommt immer auf die Location an. Von Ort zu Ort ist es unterschiedlich. In manchen Clubs muss die Hauptzerre um 0.5-1.0 am Volume angepasst werden, weil sie anders reagiert. Manchmal komme ich aber auch ein 30 Gigs ohne anpassen aus. Ganz unterschiedlich und je nach Technikergeschmack.

    Dann eignet sich das natürlich. Und es gibt keine Probleme.


    Quote

    Manchmal frage ich mich echt, was hat man früher gemacht, wo man nur einen Amp auf der Bühne hatte?

    Vielleicht noch den ein oder anderen Treter dazu.

    Da hatte man auch nur den „einen“ Sound.

    Aber um meine Vorredner zu zitieren, der Performance Mode gibt alle Möglichkeiten, die man braucht und das mit nur 1-2 Fußklicks.

    In diesem obskuren "Früher", vor zirka 15 Jahren, hatte ich bereits ein schönes Rack gespielt mit tollen Preamps und Effektgeräten. Zig Sounds und Effekte in diversen Kombinationen. Alles über MIDI gesteuert - ein Traum. Ging auch bereits in den 80ern. Noch weiter zurück gehe ich mal nicht. Da diese 40 Jahre schon reichen sollten. Ganz, ganz früher wurde mit Hölzern und Steinen Musik gemacht. Das ist doch Ausgangssituation. Uns steht die Technik zur Verfügung und diese wollen und können wir nutzen.


    Quote

    Sind in der Performance alle Slots lautstärkemässig angepasst, dann braucht man nicht mehr nach regeln bzw. nur noch die line outs der Location anpassen.

    Alles Sounds sind eingemessen und optimal angepasst. Es funktioniert zu 90% sehr gut. Es gibt aber immer mal auch örtliche Gegebenheiten, da muss man leicht Nachsteuern bei zwei drei Sounds. Ich spiele leider nicht nur auf riesigen Bühnen die alle gleich sind und wo es egal ist, wie laut bzw. leise der Amp ist.


    Quote

    5 slots plus Morph, also wen das nicht reicht?

    Und wenn, neue Performance erstellen.

    Nein, reicht manchmal wirklich nicht aus.


    Quote

    klasse, in der Performance kann man sich dumm und dusselig ändern, das ursprüngliche rig bleibt unberührt.

    Was willste mehr.

    Einfach mal im Performance fummeln und wenns nicht mehr passt, rig neu laden.

    Genau das will ich ja nicht. Ich will meine Rigs nicht dumm und dusselig ändern. Sie sollen so bleiben wie sie sind. Es geht darum. Man hat einen Sound welchen man bei, sagen wir mal bei 20 Songs verwendet. Man muss aber 15-20 Performance erstellen, da es halt noch andere Sounds gibt die man benötigt.

    So, jetzt hat man bemerkt, "Oh, so klingt er doch noch besser oder ich probier mal diese Zerre aus."

    Also beginnt man in jeder Performance den Sound zu aktualisieren. Wenn dann zusätzlich das mit den orts- & technikerbedingten Dingen eine Rolle spielt, hätte man vor dem Gig ordentlich zu tun.

    Aktuell passe ich das kurz im Browse-Mode an und fertig. Ich benötige eine neue "Hauptzerre"? Kein Probleme, MIDI-Nummer auf die neue Zerre gelegt, fertig.


    Wichtig wäre zu verstehen, dass ich wirklich kein klassischen Foot-Controller mit den üblichen 5-10 Taste verwende. Ich nehme hauptsächlich 2 Yamaha FC5 Pedale und schalte meine Sounds der Reihe nach weiter.


    Gut, ich wollte das alles noch einmal näher ausführen und richtigstellen. Und bitte nochmal. Die oberen Aussagen sind kein persönlicher oder sonstiger Angriff auf irgendjemanden. Es stellt eine möglichst konstruktive Antwort dar.


    Im Endeffekt hätte mir ein einfaches, "nein, tut mir leid. Das geht leider nicht", völlig ausgereicht. ;)


    Man lernt ja nie aus und bei der Masse an Funktionen, welche der Kemper bietet, verliert man leicht den Überblick und übersieht auch Dinge.
    Ich wünsche jedenfalls noch einen schönen Abend und danke für die Zeit und die Beantwortung der Frage.


    Mit besten Grüßen

    Fossy

  • Im Endeffekt hätte mir ein einfaches, "nein, tut mir leid. Das geht leider nicht", völlig ausgereicht.

    Also um das nochmal aufzugreifen. Ich glaube nicht, dass das so wie du das gerne umsetzen möchtest aktuell funktioniert ohne eine extreme Fummelei. Die einzige Möglichkeit die ich persönlich sehe ist, zu schauen wie weit man mit der Lock Funktion im Performance Modus kommt um sich da vielleicht einem Kompromiss anzunähern. Ob das wirklich so funktioniert wie du das möchtest kann ich aber auch nicht sagen, das müsste man probieren, ich fürchte, dass dir das aber auch nicht ausreichen wird. Praktisch ist dabei natürlich, dass du das ausprobieren kannst ohne dir deine Basissounds kaputt zu machen. :)

  • Also um das nochmal aufzugreifen. Ich glaube nicht, dass das so wie du das gerne umsetzen möchtest aktuell funktioniert ohne eine extreme Fummelei. Die einzige Möglichkeit die ich persönlich sehe ist, zu schauen wie weit man mit der Lock Funktion im Performance Modus kommt um sich da vielleicht einem Kompromiss anzunähern. Ob das wirklich so funktioniert wie du das möchtest kann ich aber auch nicht sagen, das müsste man probieren, ich fürchte, dass dir das aber auch nicht ausreichen wird. Praktisch ist dabei natürlich, dass du das ausprobieren kannst ohne dir deine Basissounds kaputt zu machen. :)

    Danke, diese Antwort hilft mir weiter. 8o


    Dafür habe ich ja Backups meiner Sounds. ;) Der Grundgedanke war halt mal diesen Performance-Mode zu testen. Verhält er sich anders? Bringt er mir Vorteile? Solche Sachen eben.

    Und ob sich meine Umschaltzeiten zwischen den Rigs verbessern. Da hatte ich mal richtige Probleme von 200ms. Wurde dann aber schon besser. Dennoch ist es noch nicht auf den Punkt, sobald ich den Taster drücke.


    Das ist aber nicht weiter schlimm, mein Drückverhalten hat sich dahingehend angepasst, dass ich jetzt immer eine Zählzeit vorher drücke. 8)

  • Und ob sich meine Umschaltzeiten zwischen den Rigs verbessern. Da hatte ich mal richtige Probleme von 200ms. Wurde dann aber schon besser. Dennoch ist es noch nicht auf den Punkt, sobald ich den Taster drücke.

    Oh ha okay... da muss ich sagen, dass ich im Performance Modus da nichts negatives feststellen kann, ich spiele aber auch ausschließlich im Performance Modus wenn ich irgendwas schalten muss. Den Browse Modus benutze ich einzig und allein für Recordings, Ausprobieren, Fingerübungen (wenn endlich die Sehnenscheidenentzündung wieder weg ist) usw. Ich spiele auf der Bühne mit dem Remote und daheim hab ich noch diesen günstigen Harley Benton MIDI Fußtreter mit dem man auch den Performance Modus gut steuern kann. Im Performance Modus hab ich keine merklichen Umschaltzeiten, außerdem sind die Übergänge sehr smooth und musikalisch, wenn ich mich nicht vertrete. :)

    Grundsätzlich ist für mich der Performance Modus mit seiner Organisation in Bänken auch der geeignete Aufbau weil ich meine Sounds von der Charakteristik immer gleich sortiere in den Slots. Allerdings muss man sagen, dass natürlich die Anbindung mit dem Kemper Remote auch schon so dermaßen perfekt ist, dass man auch nichts programmieren muss oder so, das ist ja komplett plug&play.

  • Hi nochmal,

    zunächst mal (hatte ich zwar schon erwähnt, aber ...): Du hast ein Problem geschildert - und ich möchte Dir helfen.

    Nichts weiter.

    Du zitierst mich, um dann fortzufahren

    "Bitte keine Fragen "Warum so viele?", oder Sprüche wie "so viele braucht man Live gar nicht - unnötig - hören die Zuschauer gar nicht".
    ICH habe diese Fragen nicht gestellt und würde es auch nicht machen. Deshalb ärgert mich dieser Satz.

    Zu Deiner Vorgehensweise eine weitere Verständnisfrage: Du hast also EINEN "Haupt-Zerrsound und ca. 40 andere (Clean)-Sounds mit diversen Effekten. Wie schaltest Du die, wenn Du z.B. bei Cleansound Nr. 18 bist und möchtest auf den Hauptzerrsound? Das kapiere ich einfach nicht. Ich würde gerne verstehen, wie Du das organisiert hast. Wenn Du z.B. die Sounds im Browser alphabetisch sortiert hast und nennst sie
    01 Zerre
    02 Clean
    03 Clean Reverb
    04 Clean Chorus
    05 Clean Reverb + Chorus
    usw., dann startet der Song mit Nr. "04" (Intro), dann kommt "02" (Strophe), dann "05" (Refrain), dann "01" (Break) usw.
    Der Song endet dann mit Knoten in Beinen & Hirn - jedenfalls in meiner Vorstellung.
    Also: Wie hast Du das organisiert?

  • Der Satz war nur zur Vorsicht. Ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass einem schnell vorgeworfen bekommt, dass man doch mehr als 5 Rigs nicht benötigt und das alles unnötig ist wie ich das mache. Das nichts mit deiner Frage bzw. Aussage direkt zu tun. Vorbeugend wäre das treffende Wort.


    Ich habe mehrere Zerr-Rigs einen benutze ich nur recht häufig - zirka 40-50%.

    Dann um die 40 Clean, Crunch, FX und andere Rigs. Was man halt so braucht. ;)

    Es ist auch nicht immer nur ein und der selbe Clean-Sound welcher mit unterschiedlichen Effekten bestückt ist, sondern es sind völlig andere Amps und Boxen hinterlegt.


    Wie schalte ich die nun?

    In meinem "Fußpedal", eine kleine schwarze Kiste mit Display, sind Setlisten gespeichert. Innerhalb dieser Setlisten sind die Songs in einer bestimmten Reihenfolge hinterlegt. Jeder Song wurde aus speziellen Sounds (Presets, Rigs wie auch immer) zusammengebaut.


    Jedes Rig hat eine MIDI-Nummer. Deshalb bin ich auch leider auf diese 128 Möglichkeiten begrenzt, sonst hätte ich noch größere Plane, aber ich schweife ab.:saint:


    Es ist jetzt also ein Song in der Set ausgewählt und ich sehe auf dem Display meines Foot-Controllers den Namen des Songs und den es aktuell aktiven Presets (Rigs).

    Betätige ich jetzt den "Sound-Vorwärts-Taster" (Yamaha FC5), springt er einfach Preset weiter, welches im Songaufbau hinterlegt ist.


    Die Zahlen am Anfang wären die MIDI-Nummern.


    Song 1 - Performance 1

    10 Clean
    60 Zerre
    10 Clean
    60 Zerre
    65 Soli

    60 Zerre

    15 Clean-Effekt


    Ein Knoten in den Beinen entsteht dabei zum Glück nicht, da ich überhaupt gar nicht nach unten schauen muss. Ich drücke nur immer den einen und den selben Taster und das Gerät ruft die Sounds nacheinander ab. Die "Sound-Rückwärts-Taste" habe ich nur, zur Sicherheit, falls ich doch mal zu schnell oder versehentlich doppelt auf die "Vorwärts-Taste" gekommen bin.

    Das ist aber auch immer schlecht erklärt. Gestern war eine Probe, hätte ich es eher gesehen, hätte ich ein Foto gemacht.


    Das oben genannte ist ein einfaches Beispiel, damit würde man ja mit einer Performance auch gut auskommen. Wenn auch jeder Song nur diese Presets/ Rigs hätte, dann würde das auch alles super funktionieren. ABER - kommen wir auf die Ausgangsfrage zurück - Was wäre wenn ich nun weitere unterschiedliche Rigs habe und mir weitere Performances (ist das die korrekte Mehrzahl?:S) anlegen würde und nun die oben genannte "Zerre (60)" austauschen möchte. Das müsste ich ja über alle Performance einzeln machen. Da diese ja nicht global ist. Was für sehr viele hier ein Segen ist und auch toll funktioniert, dass möchte ich nicht abstreiten.


    Praktisch würde ich nun einen zweiten Song anlegen


    Song 2 - Performance 2

    20 Clean

    60 Zerre

    30 Clean

    60 Zerre

    67 Soli

    60 Zerre

    35 Crunch


    Ich hätte nun ja 4 neue Rigs, aber auch wieder die Zerre (60). Diese müsste ich doch, falls ich vorhabe sie komplett auszutauschen, in jeder Performance einzeln anpassen. Darauf bezog sich meine Frage.


    Es ist wirklich schwierig zu erklären und vermutlich ist der Performance-Mode für mich einfach nicht praktikabel. Das ist auch nicht schlimm, man darf ja noch träumen. Zudem bin ich wissbegierig und lerne gern dazu.


    Vielen Dank und mit besten Grüßen

    Fossy

  • Mir fällt kein anderer Workflow ein. Ich denke, dass du das für dich optimal gelöst hast.


    Ich bin ein großer Fan des "Simplifizierens" (80/20). Gerade in Live-Situationen ist dies hilfreich, weil weniger fehleranfällig. Wenn es gelingt, ein Setup für ca. 80 % der Fälle zu gestalten, dann kann der Rest erstmal kompliziert bleiben. Ich rate dir, dich damit auseinanderzusetzen.


    Ist nicht böse gemeint, aber meine Erfahrung sagt, dass das Vereinfachen immer hilfreich ist und hilft, den Focus auf die wirklich wichtigen Dinge (in diesem Fall Sounds) zu legen. Also mein Hinweis: Überdenke die Vorgehensweise, nicht die Umsetzung.