Mesa Boogie Endstufe 2:90 sinnvoll.......oder zuviel der Röhre?

  • Hallo! Habe z.Zt. eine Palmer Macht 402 Endstufe mit Stereo-Boxen - Sound ist echt schon ganz prima!

    Überlege gerade, ob eine Investition in eine Stereo-Röhren Endstufe wie die Mesa 2:90 sinnvoll ist?

    Ein bisschen mehr Röhre gefällig? Gerne! Bisserl mehr Wärme und a bisserl nicht nervendes Brizzeln.........:evil:

    Habe mal den Return an meinem Framus Top ausprobiert - zuviel des Guten!


    Hat jemand Erfahrungen mit der Mesa oder anderen Röhren-Endstufen?


    Danke für Tips, Meinungen, Links!!

  • Das Ding hatte ich mal vor langer Zeit in Combi mit Mesa Boogie Wide­Body 1x12 Closed Back. Die Boxen hatten aber etwas zu wenig Volumen für mein Geschmack. Das war aber definitiv gut zu der damaligen Zeit.

    Wenn Du gerade FRFR fährst, dann kann so eine Combi mit einer 4 x 12 Stereo-Box ein Brett sein.

  • Ich persönlich würde für den Profiler den neutralsten, am wenigsten färbenden Poweramp nehmen, den ich bekommen kann.

    Klar kann färbendes Outboard - Gear den Sound von Fall zu Fall gefälliger machen oder passender für den musikalischen Kontext (daher gibt es auch Röhrencompressoren oder Röhrenpreamps fürs Recording). Aber das ist eine andere musikalische Aufgabe, die aus meiner Sicht nicht ins Gitarrenrig gehört.

  • Was Ingolf schreibt ist faktisch gesehen sicherlich absolut richtig. Aber meiner Meinung nach ist es so ein wenig wie mit der FRFR Abhöre. Der eine mag sie, der andere nicht. Ich gehöre zu der letzteren Gruppe.


    Ich habe eine ganze Zeit mit einer VHT 2/50/2 gespielt. Und zwar ausschließlich über Gitarrenboxen mit Gitarrenlautsprechern, 2x(1x12) und 1x(2x12), jeweils Stereo. Wie alle Röhrenenstufen färbt sie definitiv. Auch dann, wenn man den dafür vorgesehenen 'Contour' Schalter benutzt. Nichtsdestotrotz hat es mir persönlich immer gut gefallen. Was die Durchsetzungsfähigkeit angeht, liegen diese Endstufen auf jeden Fall immer vorn. Es ist einfach ein anderes Spielgefühl mit so einem Teil vor den Lautsprechern. Das lässt sich schwer beschreiben. Dabei geht es nicht nur um EQ basierte Dinge, auch in der dynamischen Reaktion ist so eine Röhrenendstufe anders als ein Transistor.


    Jetzt habe ich im Kemper einen Camplifier. Aber eigentlich nur wegen der besseren Handhabbarkeit und wegen des geringeren Gewichts. Meine Meinung dazu: Wenn es gut klingt, dann ist es gut.

  • Die Frage ist wozu hast du dir einen Kemper gekauft?
    Röhren (egal ob Vor- oder Endstufe) sowie Gitarren-Cabinets färben immer den Ton.
    Ein Marshallbox klingt immer wie eine Marshallbox und eine Mesa Röhre wie eine Mesa Boogie Röhre.


    Ich habe meinen Kemper aus gründen der Flexibilität, der Gewichtseinsparung und der Standzeit gekauft.
    Alles andere macht keinen Sinn.
    Wenn ich Röhrenstufen und Gitarren-Cabinets einsetze führe ich das Prinzip ab absurdum.
    Da kann ich meinen Mark IV auch wieder aus dem Keller holen.

  • Was Ingolf schreibt ist faktisch gesehen sicherlich absolut richtig. Aber meiner Meinung nach ist es so ein wenig wie mit der FRFR Abhöre. Der eine mag sie, der andere nicht. Ich gehöre zu der letzteren Gruppe.


    Ich habe eine ganze Zeit mit einer VHT 2/50/2 gespielt. Und zwar ausschließlich über Gitarrenboxen mit Gitarrenlautsprechern, 2x(1x12) und 1x(2x12), jeweils Stereo. Wie alle Röhrenenstufen färbt sie definitiv. Auch dann, wenn man den dafür vorgesehenen 'Contour' Schalter benutzt. Nichtsdestotrotz hat es mir persönlich immer gut gefallen. Was die Durchsetzungsfähigkeit angeht, liegen diese Endstufen auf jeden Fall immer vorn. Es ist einfach ein anderes Spielgefühl mit so einem Teil vor den Lautsprechern. Das lässt sich schwer beschreiben. Dabei geht es nicht nur um EQ basierte Dinge, auch in der dynamischen Reaktion ist so eine Röhrenendstufe anders als ein Transistor.


    Jetzt habe ich im Kemper einen Camplifier. Aber eigentlich nur wegen der besseren Handhabbarkeit und wegen des geringeren Gewichts. Meine Meinung dazu: Wenn es gut klingt, dann ist es gut.

    Ist so ganz meine Meinung, Mattes! Danke für die Antwort....! Zeigt mir, dass ich auf dem richtigen, meinem Weg bin.....

  • Yoda Guitar

    "...Ich habe meinen Kemper aus gründen der Flexibilität, der Gewichtseinsparung und der Standzeit gekauft."


    Gebe ich Dir in jedem Fall recht!! Für mich soll nur der Klang auch soweit als möglich "mitziehen".

    Ein weiterer Punkt ist für mich im A/B Vergleich, dass das Spiel mit dem Kemper leichter ist als mit einer richtigen Vollröhre.

    Bis ich mit dem Top dahin komme, wo der Kemper jetzt ist, muss ich ganz schön "arbeiten"......


    Dan Legatt hat in einem seiner Youtube Videos einmal gesagt, dass man sich darauf umstellen muss, dass der Kemper "anders" und steriler klingen muss als der Amp. Soweit bin ich noch nicht.........;-)

  • Ich kann Deine Überlegungen absolut verstehen, ging mir lange Zeit genauso. Wobei da dann der Gedanke wieder kam ob ich damit das Ganze wieder ad absurdum führe (wie es Yoda Guitar schon so schön beschrieben hat). Daraufhin bin ich zum Kemper inkl. Camplifier umgestiegen. Und nutze aktuell eine 1x12er mit nem V30 und eine mit dem Kone und ich weiß nicht ob ich mich damit zu weit aus dem Fenster lehne, für mich klingt das alles andere als steril. Ok, vielleicht fehlt so das letztes Tröpfchen Pipi in den Augen wie bei meinem AC 30 HW den ich vorher hatte, aber bei dem war es so, es gab Tage an denen Klang der zum niederknien und an anderen Tagen einfach nur ganz gut. Um das zu eliminieren hatte ich es mal mit nem Labornetzteil versucht, aber bei aller Liebe, der Aufwand, nur um immer einen gleichbleibend guten Sound zu haben... na bitte, genau das ist es was der Kemper für mich macht und ich Kombi mit der Röhre färbt man leider wieder ein bisschen und nimmt sich ein paar der Vorteile wieder. Trotzdem würde ich sagen, jeder so wie es ihm gefällt.

    Relish Guitars Mary Snow White <3, Gibson Les Paul '13 Chocolate Satin, Squier Jazzmaster J.Mascis, Fender Telecaster Nashville Deluxe Daphne Blue

  • Ich gestehe:...;-)

    Habe jetzt das erworbene Setup mit Boogie 2:fifty wieder verkauft.......und bin bei meiner Palmer 402 geblieben. Evtl. auch ein Trost für die Palmer Betreiber in den hiesigen Reihen hier.....

    Ich habe zwei Tage getestet: hin und her und her und wieder hin....

    Es sind minimale Bruchteile an Unterschied: Verschiedene Zerrgrade, ganz clean, große und kleine Lautstärken gefahren-

    ich habe "leider" keinen Unterschied hören können. Wenn ich dann noch den geringen Unterschied im Bandgefüge heraushören möchte, ist es wohl ganz zu spät. Das Thema habe ich heute beerdigt.

    Yoda Guitar : Hast recht gehabt........manchmal muss man die Fehler halt erst einmal selbst gemacht haben.