Profile Bühnentauglich machen, aber Wie?

  • hallo leute

    ich spiele zu hause über studiomonitore, live über den powered KPA speaker bzw derzeit bevorzuge ich wieder die Yamaha DXR10

    Verwende Profiles von Mbritt, TopJimi, Meulenjik etc, also ansich gute profiles die zu hause gut klingen, leider dann live bei den proben oft drastisch anders klingen (dünn) und abkacken.

    Unsere PA ist top, band besteht aus 2 gitarristen, 1 Bassist, drumer und 1 Sänger.

    Wir spielen Rock, typische Coverband mit LP-Gitarren

    Zu meiner eigentlicher Frage: Gibt es einen Trick die profiles livetauglich zu machen? Spiele viel mit backingtracks von youtube


    Bitte um Hilfe

    Cry Baby Slash Classic Wah -> KPA -> main to FOH ->KRK6 -> Monitor out DXR10 -> EXP DVP3 -> Remote: Guitars: Slash Gibson Les Paul Custom Shop - James Tyler Variax JTV59 - Epiphone Les Paul with EMG 81 - Furch GN2 Nylon -> Maybach Lester 60 -> Kemper Powered Cab -/ Focusrite Scarlett

  • Wie sind denn Deine Einstellungen?

    Also Input Sektion, Output Sektion,...

    Inwiefern sind die genannten Profile verändert? Z.B. andere Cabs?

    Weil an sich klingen die Profile, die ich von den genannten Herrschaften (ist das noch gendergerecht?) habe, alle bühnentauglich.

    Manchmal, z.B. bei Michael Britt, ändere ich noch die Cab, weil mir die Profile sonst zu "dark", quasi wie mit einem Teppich vor'm Mikro, vorkommen.

  • Gibt es einen Trick die profiles livetauglich zu machen?

    Ja, den gibt es: stell Dir Deine Sounds auf Gig-Lautstärke ein (mit einer kräftigen FRFR-Box) und nicht auf Studio- oder Schlafzimmerlautstärke. Das ist letztendlich das einzige, das wirklich zuverlässig ist. Wenn der Sound dann auf ordentlicher Bühnenlautstärke funktioniert, wirst Du dich an die leisere Version im Studio auch gewöhnen - ist alles eine Sache der Hörgewohnheiten.


    Ein in Zimmerlautstärke eingestellter Sound wird (außer man hat geniale Ohren und viiiiiel Erfahrung) live fast immer 💩 klingen...

  • ich ändere an den profiles nichts live, nur manche klingen zu hause fett, live dann dünn.

    Outputs bleiben gleich. Ist wahrscheinlich eine EQ Sache?(

    Cry Baby Slash Classic Wah -> KPA -> main to FOH ->KRK6 -> Monitor out DXR10 -> EXP DVP3 -> Remote: Guitars: Slash Gibson Les Paul Custom Shop - James Tyler Variax JTV59 - Epiphone Les Paul with EMG 81 - Furch GN2 Nylon -> Maybach Lester 60 -> Kemper Powered Cab -/ Focusrite Scarlett

  • manche klingen zu hause fett, live dann dünn.

    Sagt Dir der Fletcher-Munson-Effekt etwas? Es geht hier um die Wahrnehmung unterschiedlicher Frequenzbereiche bei verschiedenen Lautstärken.


    Ganz simpel ausgedrückt:

    • Bei geringer Lautstärke klingen mittlere Frequenzen prominenter, während die tiefen und hohen Frequenzen eher in den Hintergrund zu treten scheinen.
    • Bei hoher Lautstärke sind die Tiefen und Höhen prominenter, während die Mitten verhältnismäßig leiser scheinen.

    Also: wenn Du einen Gitarren-Sound (mittenbetont) zu Hause im Studio bei leiser bis normaler Hörlautstärke zusammenbaust, dann wird er "fetter", "muskulöser" klingen, weil Du da die Mitten eher wahrnimmst. Im Proberaum - wenn Du gegen den Schlagzeuger anspielst und richtig Lautstärke produziert - nimmst Du die Mitten gar nicht mehr so stark wahr, dafür kommen die Höhen viel mehr nach vorne. Also klingt es vergleichsweise "dünn".


    Das ist halt die Psychoakustik - dagegen kann man nur anarbeiten, indem man entweder im Studio die Sounds übertrieben mittenbetont konstruiert (so wie man eigentlich gar nicht denkt, dass es gut klingt) oder eben die Sounds bei hoher Lautstärke einstellt, so dass sie laut auch gut klingen und nicht total spitz und dünn.


    Ich finde es einfacher, die Sounds gleich bei annähernd Live-Lautstärke zu bauen und sich dann im Studio an den Sound zu gewöhnen, als "auf Verdacht" die Sounds im Studio bei niedriger Lautstärke zu basteln und zu hoffen, dass sie live gut klingen. Das wäre mir zu viel Schattenboxen...

  • Danke für den Tipp, werd's versuchen.

    Zur PA geh ich mit den main xlr master stereo, monitor out in mono zur dxr10 oder powered kpa cabinet.

    Outputlevel:

    Main -12 db mit der Absenkung

    Monitor -20 db

    Cry Baby Slash Classic Wah -> KPA -> main to FOH ->KRK6 -> Monitor out DXR10 -> EXP DVP3 -> Remote: Guitars: Slash Gibson Les Paul Custom Shop - James Tyler Variax JTV59 - Epiphone Les Paul with EMG 81 - Furch GN2 Nylon -> Maybach Lester 60 -> Kemper Powered Cab -/ Focusrite Scarlett

  • Danke für den Tipp, werd's versuchen.

    Zur PA geh ich mit den main xlr master stereo, monitor out in mono zur dxr10 oder powered kpa cabinet.

    Outputlevel:

    Main -12 db mit der Absenkung

    Monitor -20 db

    Du hast ja ein ähnliches setup wie ich.
    kleiner Tipp, ich mache mit dem Superlux HD 681 Evo schonmal einen guten Grundsound.
    Hatte vorher einen Presonus HD7 und auch totale Schwierigkeiten, den Sound auf die Yamaha zu bekommen.
    Mit dem Superlux fluppt das jetzt Mega.
    Brauch nur noch ein wenig am EQ vom Output nach regeln.

  • hab heute ein echt hilfreiches video gesehen bzgl EQ zum soundoptimieren und hab den ganzen Tag damit herumprobiert. Ich glaub das ist mein notwendiger Schlüssel :/:thumbup:



    EQ ganz praxisnahe erklärt:thumbup:

    Cry Baby Slash Classic Wah -> KPA -> main to FOH ->KRK6 -> Monitor out DXR10 -> EXP DVP3 -> Remote: Guitars: Slash Gibson Les Paul Custom Shop - James Tyler Variax JTV59 - Epiphone Les Paul with EMG 81 - Furch GN2 Nylon -> Maybach Lester 60 -> Kemper Powered Cab -/ Focusrite Scarlett

  • Ich habe mir zu jedem Rig einen Live-Clone erstellt, der wie schon von ToH2002 2002 erwähnt und beschrieben unter der richtigen Lautstärke auch funktioniert, jedoch mit dem Studio-Rig sehr vergleichbar ist. Dazu habe ich mir noch Live-Presets im Output-Menue angelegt.

    Mein Bühnenmonitor-Setup steht zusätzlich so, dass mein Gitarren Sound auch an meine Ohren kommt und nicht an meinen Beinen vorbeifegt.

    Alles FRFR. Werde mir allerdings auf Sicht noch etwas mit den Kones schustern, um einen Mix zu haben..

    Siehe unten mein link: Kemper & BlueAmp

  • Ich verstehe VJclaus Problem. Ich war schon soweit, den Kemper wieder abzugeben deswegen. Wir spielen mit 2 Kempers und Inear in der Band. Meiner hat die 12db Absenkung drin und säuselt (gefühlt) zum Teil vor sich an, der andere Kemper hat im Output keine Absenkung und klingt (gefühlt) viel voluminöser.
    Nun gibt es ja den einen oder anderen Handyfilmer (m/w/d) im Publikum - und das ist tatsächlich in meinem Fall für was gut: Ich habe festgestellt, dass nach vorne raus beide Sounds gleichberechtigt sind, und ich gar nicht säusle. …jetzt bleibt der Kemper da…