Kemper kommt nicht durch den Mix / aggressive Höhen v.a. Über Headrush 112

  • Hallo liebe Kemper-Community!


    Ich bin seit ca. 1 1/2 Jahren Kemper-Nutzer und bin weitestgehend sehr zufrieden v.a. mit dem Klang zuhause.

    Eine Sache habe ich allerdings bis heute nicht in den Griff bekommen: Im Proberaum komme ich einfach nicht gut durch den Mix und muss mit nahezu maximaler Lautstärke gegen Drummer und unseren anderen Gitarristen mit einem gammligen Valvestate S80 2x12 Combo ankämpfen.

    Ich spiele über 2xHeadrush 112 auf PA-Ständern sowie eine Laney LFR 212, welche auf dem Boden steht.

    Egal, welches Rig ich lade, der Kemper klingt im Vergleich zum Marshall immer etwas "Mid-Scooped". Und dabei rede ich nicht nur von meinen eigenen Rigs, sondern auch von jenen bekannter Autoren (M.Britt, Bert Meulendijk, Guidorist, Ola Englund etc.) Ich finde auch, dass vielen von diesen "empfohlenen" Rigs live zumindest mit meinem Setup nicht nutzbar sind (Viel zu viel Bass, schneidende/nicht vorhandene Höhen). Jegliche Versuche, besser durch den Mix zu kommen, enden nur in furchtbar aggressiven, schneidenden Höhen, sodass ich diese Sounds niemals einem Live-Publikum zumuten wollen würde. Der kleine Combo-Amp bleibt fast unabhängig von den jeweiligen Einstellungen bei jeder Lautstärke "genießbar".



    Vielleicht hat jemand eine Idee? Ich bin kurz davor, mir einfach wieder ne Röhre zu holen...


    Kleine Anmerkung vorweg: Das kleine "wie komme ich durch den Mix 1x1" ist mir durchaus geläufig. Ich habe sogut wie alle empfohlenen Tipps aus diversen Foreneinträgen ausprobiert mit ausbleibendem Erfolg (Low Cut, High Cut, Nicht boosten sondern reduzieren etc.).

  • Zzenmaster

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  • hi,

    also was ich gerne mache, um im Mix nicht unterzugehen, ist ein kleiner boost bei 1khz. Zumindest bei gain sounds. Gibt dem ganzen eine leicht "nasale" Note, wenn ich das umschreiben sollte. Mache das mit nem Studio eq in slot x.

    Und generell darauf achten, dass nicht zu viele low mids vorhanden sind, die matschen im Kontext gerne. Ist aber natürlich auch abhängig von der Besetzung. Im Trio kit Bass und drums kannst du letztendlich machen was du willst...

  • Quote

    Ich spiele über 2xHeadrush 112 auf PA-Ständern sowie eine Laney LFR 212, welche auf dem Boden steht.Zz

    Bei der installierten Leistung kaum vorstellbar. Wie laut seit ihr denn? Wie groß ist denn der Raum?
    Ich nehme an die 2x Headrush sind auch für den Gesang ?
    Anyway meist liegt es ja nicht an der Lautstärke sondern am Frequenzband sowie an der Abhörposition / Lautsprecher Platzierung.
    Überzogene Lautstärke führ genau zum Gegenteil, das Ohr kann nicht mehr differenzieren und macht zu, bis zum Tinnitus.

    Die Headrush auf dem Ständer kannst du vergessen, die blasen nur über eure Köpfe, werden dann von der nächsten Wand reflektiert und kommen als Matsch zurück. Wenn dann hört sie nur der/die Sänger*innen.
    Du sagst du kommst nicht durch den MIX, meinst du damit beim Recording?
    Oder meinst du "Ich höre mich nicht im Band Kontext" ?
    was wieder was ganz anderes ist.
    Bei ersterem würde ich mal alle Instrumente einzeln aufnehmen und mir dann in der DAW anschauen was da Sache ist.
    Wenn du dich nicht hörst, hören dich deine mit Musiker auch nicht?
    Wo steht dein Monitor ? (vor Dir / hinter dir / auf dem Boden? Schräg gekippt?)
    Gibt es vielleicht stehende Wellen im Proberaum und Bass und Schlagzeug werden stark reflektiert das du dich selbst nicht hörst?
    Wie klingt es denn wenn du alleine im Proberaum spielst?

    Das erste was ich im Proberaum gemacht habe (denn die Sängerin hörte sich auch nicht) immer nur lauter lauter bis es gepfiffen hat.
    Mit dem REW (Room EQ Wizard) den Raum ausgemessen, den Schlagzeuger dann hinter die Plexiglass-Scheibe gesetzt.
    Basotec an die Wand und Decke und Bassfallen aufgestellt.
    Der Sängerin und dem Drummer ein InEar (mit klick) verpasst, jetzt sind wir nur noch halb so laut hören uns aber auch perfekt.
    Und das Timing ist 10 mal besser geworden.

  • ... auch wenn's platt klingt und es viele gibt die den geile Röhren - usw. Sound bitte so nicht haben wollen ... wie wär's im PR mit nem InEar Monitoring ? ... mach Ich / Wir seit Jahren ( ebenso Live über n X32 Rack ) auch um meine Ohren zu schonen und bin mit dem Gesamtmix komplett zu frieden ...

  • Woow, das du mit der Laney LFR 212 so einen beschriebenen Sound hast, ist mir richtig schleierhaft.
    Die Laney LFR 212 nutze ich selber und wir spielen Metal/Rock ohne InEar, also vollkommen old school.
    Wir blasen uns auch nicht die Birne weg.
    Die beiden Headrush (vermute das ist eure PA wo auch der Gesang drüber läuft) würde ich mal komplett vom Kemper weg nehmen, ist einfach zuviel.
    Die Laney LFR 212 hat definitiv genug Power.
    Ich spiele ausschliesslich Rigs vom Guidorist, mein Bandkollege Röhre Marshall JVM410.
    Vom Guidorist habe ich mir ein JVM410 Rig geladen und wir haben einen fast identischen Sound.
    https://www.guidorist.com/produkt/kemper-amp-profiles-jayvi/
    Beim Rig könntest du mal ein Mesa Oversize ersetzen, such mal im RM nach deadlight studio Mesa Oversize.
    Die klingt was fetter als die originale Marshall vom Rig, ist aber Geschmackssache, spiele beide Cabs gern......ist Tagesform abhängig :)
    Nun mal zu meinen Einstellungen.
    EQ Out habe ich komplett auf 12Uhr (0), den packe ich nur Live und nur Main an, je nach Location.
    Sonstige EQ verwende ich auch nicht, Sound wird mit der Amp und Cab Sektion kreiert.
    Den Rest siehst du in den Angehängten Bildern.
    Wie du sehen wirst, ist weniger oft mehr.
    Das betrifft die Einstellungen als auch die Anzahl der Lautsprecher.

    So hört sich der Kram dann an, nur aufgenommen: