Kemper Power Kabinet auch als Referenzlautsprecher und Bühnenmonitor (über eigene Gitarre hinaus) geeignet?

  • Hallo zusammen,


    ich suche noch immer nach einer praktikablen Lösung, um mit geeigneten Referenzlautsprechern einen guten FOH-Sound erstellen zu können und diesen dann auch adäquat passend im Monitoring auf der Bühne zu hören. Neben den gegebenen Tweak-Referenzmöglichkeiten durch Kopfhörer oder (besser) Studiomonitore mit der nötigen Soundanpassung an die PA bzw. Monitor könnte ein Headrush FRFR-108 oder ein Kemper (Power-)Kabinet die gesuchte Verbindung sein. Während die Headrush-Variante als Bühnenmonitor im Netz offensichtlich Zustimmung findet, kann sie als Referenzlautsprecher nicht uneingeschränkt punkten. Besser geeignet scheint mir das Kemper (Power-)Kabinet für diese Aufgabe zu sein, weil es sowohl den Full-Range-Mode, wie auch die Kabinet-Funktion in sich vereint. Hier sehe ich allerdings Vor- und Nachteil zugleich, denn was nützt ein super authentischer Monitorsound allein, wenn er "nach vorne heraus" nicht so recht überzeugen kann? Folglich müsste man beim Tweaken mit dem Kabinet als Referenz zumindest die FOH-Eignung des Sounds durch Abhören im Full-Range-Mode testen und könnte dann seinen eigenen Monitorsound mit den passenden Imprints verfeinern.

    Wie seht ihr das? Sind meine Annahmen richtig?

  • Aus meiner Erfahrung sind sowohl das Kabinet im FRFR- Modus als auch der Headrush FRFR 108 als Referenz- Cabs durchaus geeignet.

    Hast Du mal die Headrush 108 und 112 mal im Vergleich gespielt?

    Wenn ja, worin liegen die klanglichen Unterschiede?

    Die liegen preislich ja nicht weit auseinander.

    Ist somit die 112 nicht der bessere Kauf?

  • Hast Du mal die Headrush 108 und 112 mal im Vergleich gespielt?

    Wenn ja, worin liegen die klanglichen Unterschiede?

    Die liegen preislich ja nicht weit auseinander.

    Ist somit die 112 nicht der bessere Kauf?

    Zur 112 kann ich leider nichts sagen, da ich sie nicht selbst hatte.

  • Hallo zusammen,

    danke für die Antworten. Noch eine Frage zum Power Kabinet:

    Der Lautsprecher kann ja simultan full range bzw. Imprint wiedergeben. Wenn ich das Bühnenmonitorsignal (ohne meine E-Gitarre) über den Aux auf die Box gebe, dann wäre das ja die perfekte Lösung (ordentlicher Referenzlautsprecher zum Tweaken, Bühnenmoni UND Wohlfühl-E-Gitarren-Monitor :)).

    Gibt es dazu Erfahrungen?

  • Dili67

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  • Hallo zusammen,

    danke für die Antworten. Noch eine Frage zum Power Kabinet:

    Der Lautsprecher kann ja simultan full range bzw. Imprint wiedergeben. Wenn ich das Bühnenmonitorsignal (ohne meine E-Gitarre) über den Aux auf die Box gebe, dann wäre das ja die perfekte Lösung (ordentlicher Referenzlautsprecher zum Tweaken, Bühnenmoni UND Wohlfühl-E-Gitarren-Monitor :)).

    Gibt es dazu Erfahrungen?

    Das geht zwar in der Theorie.

    Hierin sehe ich aber nicht den Hauptanwendungsbereich des Kabinet.

    Warum? Das Kabinet, das einen Imprint fährt, wird man immer anders platzieren als eine Monitorbox.

    Insofern wird man Kompromisse machen müssen auf der Bühne.

    Ich finde, den Gitarrensound des Kabinet will man hauptsächlich für sich selbst haben. ;)

  • Zur 112 kann ich leider nichts sagen, da ich sie nicht selbst hatte.

    Ich habe die 112 hier am Start - definitiv ein ordentliches Gerät, um seinen Sound "P.A.-nah" einzustellen. Klingt für mich etwas "spitz" und gleichzeitig etwas basslastig, aber wenn man damit einen Sound gut hinbekommt, wird der sicher auch auf der P.A. anständig klingen.


    Im Endeffekt wird man sich ja seinen Sound so zurechtdrehen, dass man sich damit spielerisch wohl fühlt; ganz egal über welche Box, ob FRFR oder Kabinet mit Imprint. Wie das dann in der P.A. klingt ist dann Sache des Tontechs - der wird immer noch den EQ so tunen, dass das Gesamtgebilde gut klingt. Das kann Dir dann auf der Bühne aber wurscht sein, wenn Du Deinen Sound hast, mit dem Du Dich wohlfühlst. Und mit FRFR auf der Bühne weißt Du zumindest, dass beim Pult etwas ankommt, das Deinem Sound schon ziemlich ähnlich ist ;-)

  • Das Kabinet, das einen Imprint fährt, wird man immer anders platzieren als eine Monitorbox.

    Ich habe mich inzwischen nach Jahren des Modellerns daran gewöhnt, einen Monitor vor mir anstelle einer Gitarrenbox hinter mir zu haben. Klingt definitiv anders und gewöhnungsbedürftig - unter anderem, weil man dann den Sound direkt auf die Ohren bekommt und nicht in die Kniekehlen - aber ich habe auch das Gefühl, dass ich deutlich mehr Kontrolle über meinen Sound und mein Spiel habe (gut, das mit der Spielkontrolle ist bei meinem Geholze nicht soo relevant ;-) ).


    Wenn man sich dann mal umgestellt hat, dann ist es auch überhaupt kein Problem mehr, den P.A.-Sound (also mikrofonierten Amp) direkt "in-your-face" zu bekommen. Für mich ist die Welt dann halt einfacher - ich vermisse den Combo, der mir die Kniekehlen föhnt, nicht wirklich. Aber das ist eine individuelle Entscheidung. Wenn man konsequent den Monitoring-Weg geht und auch zwischen In-Ears und Wedge-Monitoring abwechselt, dann gewöhnt man sich halt an ein anderes Hören und Feeling.


    Manchmal wünsche ich mir in diesem Szenario allerdings auch mal zwei Monitore: einen nur für meinen eigenen Output und den anderen für den Band-Mix. Zwei physische Boxen sind halt doch differenzierter als ein Kasten, aus dem beides zusammengemischt kommt. Aber auf den Bühnen, die ich bespiele, bleibt das sicher in den meisten Fällen ein Traum (hmm, einmal hatte ich das - bei einem Live-Stream habe ich tatsächlich ein Wedge für den Band-Monitor incl. Vocals bekommen und zusätzlich meinen kleinen FRFR-Wedge für meine Instrumente aufstellen können. War geil!). Beim In-Ear-Monitoring kann ich das Ganze etwas besser aufräumen, indem ich den Rest der Band auf die Seiten des Stereo-Panoramas schiebe und mein eigenes Zeug (Gesang, Keys, Gitarre) in die Mitte. Das hilft enorm!


    Grüßle,


    Torsten

  • Hallo zusammen,

    danke für die Antworten. Noch eine Frage zum Power Kabinet:

    Der Lautsprecher kann ja simultan full range bzw. Imprint wiedergeben. Wenn ich das Bühnenmonitorsignal (ohne meine E-Gitarre) über den Aux auf die Box gebe, dann wäre das ja die perfekte Lösung (ordentlicher Referenzlautsprecher zum Tweaken, Bühnenmoni UND Wohlfühl-E-Gitarren-Monitor :)).

    Gibt es dazu Erfahrungen?

    Ich habe das mal gemacht, als ein Monitor ausgefallen ist. Es hat gut funktioniert, war aber ein kleiner Gig ohne große Lautstärke. Als Monitorsignal kam auch nur Gesang und eine Akustikgitarre.

    (das soll nicht heißen, dass die Lösung nicht auch für mehr funktioniert, das habe ich aber noch nicht getestet).

  • Im Proberaum nutze ich das Imprint und sende mir auch über AUX den ganzen Gesang + Instrumente drauf. Finde das eine super Lösung und spare mir ne MonitorBox. Ich habe allerdings ne 4x12 mit Kone ausgestattet. Kann sie getrost auf den Boden stellen und habe trotzdem guten Sound. Ich kann mir das Monitorsignal in der Summe immer wieder nachstellen im Vergleich zum Gitarrensound.


    Ich bin sehr zufrieden damit.

  • Hallo zusammen,

    ich danke euch ganz herzlich für eure Beiträge. Natürlich hat jeder seine eigenen Soundvorstellungen und Präferenzen. Ich werde eure Rückmeldungen berücksichtigen und suche meinen Weg .


    Viele Grüße an dieses tolle Forum :)