Stack-Einstellungen performanceübergreifend ändern?

  • Hallo!

    Ich versuche mir gerade meinen Kemper Stage für den Live-Gebrauch einzurichten. Dabei soll je eine Performance klassisch für einen Song stehen und die jeweiligen Slots für jeweils einen Part im Song. Also z.B:


    - Performance 1 (Song A) mit Slot 1 (Strophe) und Slot 2 (Intro / Refrain)

    - Performance 2 (Song B) mit Slot 1 (Strophe) und Slot 2 (Refrain) und Slot 3 (Solo)

    - Performance 3 (Song C) mit Slot 1 (Ein Sound für alles)

    - ...


    Angenommen ich hätte ein Amp-Profil das mir sehr gut gefällt und das ich als meinen Grundsound in jedem Song benutzen wollte. Die Slots wären also alle mit dem selben "Amp" bzw. Stack belegt und würden jeweils nur einen oder mehrere Effekte gleichzeitig zuschalten. Hätte ich mir meine Setlist so mit all ihren Songs als Performances angelegt, hätte ich bei 10 Songs also insgesamt (maximal) 50 Slots mit dem selben Amp belegt.


    Würde mir unser FOH nun beim Soundcheck sagen, ich solle doch bitte etwas Höhen aus meinem Sound drehen - was würde ich im Bestfall tun, ohne alle 50 Slots individuell bearbeiten zu müssen?

    Gibt es die Möglichkeit, die Stack-Einstellungen performanceübergreifend zu ändern, wenn in mehreren Performances das selbe Amp-Profil verwendet wird? Wenn ich das Stack in meinem Grundsound-Rig im Browse-Mode ändern und neu in die Performances laden würde, würden meines Wissens nach alle bisher zugeteilten Effekte gelöscht, oder?


    Ich würde mich sehr über mögliche Tips freuen :)
    Chris

  • was würde ich im Bestfall tun, ohne alle 50 Slots individuell bearbeiten zu müssen?

    Ein möglicher Vorschlag: In der Output-Sektion den EQ verwenden, deinem FOH den Gefallen tun und schnell mal Treble minus ein bisschen einstellen. Wirkt auf alles und ist sehr effektiv. Wenn deine Rigs/Performances ansonsten gut aufeinander abgestimmt sind und keine großen "Sprünge" zwischen den einzelnen Sounds sind (bspw. Clean zu viele Höhen, Dirty zu wenig Höhen o.ä.) dann ist die Veränderung der Performances nicht super zielführend.


    Dein Setup mit den Performances verstehe ich, ich gehe ähnlich vor. Allerdings ein wenig schlanker, da ich nicht für jeden einzelnen Song eine Performance verwende - so unterschiedlich sind die Effekte dann manchmal doch nicht. Aber das ist Geschmachssache.

  • Ein möglicher Vorschlag: In der Output-Sektion den EQ verwenden, deinem FOH den Gefallen tun und schnell mal Treble minus ein bisschen einstellen. Wirkt auf alles und ist sehr effektiv. Wenn deine Rigs/Performances ansonsten gut aufeinander abgestimmt sind und keine großen "Sprünge" zwischen den einzelnen Sounds sind (bspw. Clean zu viele Höhen, Dirty zu wenig Höhen o.ä.) dann ist die Veränderung der Performances nicht super zielführend.


    Dein Setup mit den Performances verstehe ich, ich gehe ähnlich vor. Allerdings ein wenig schlanker, da ich nicht für jeden einzelnen Song eine Performance verwende - so unterschiedlich sind die Effekte dann manchmal doch nicht. Aber das ist Geschmachssache.


    Würde ich genau so machen.


    In deinem Fall gefällt dir ja dein voreingestellter Sound gut, so wie er ist. Also auch vom EQ.

    Warum also deinen Sound ändern, nur weil es der Mischer verlangt.

    Wenn du also den EQ über alle Performances verändern würdest, läufst du ja Gefahr, dass die Sounds dir zu Hause (oder bei der Probe oder wo auch immer) nicht mehr gefallen.


    Von daher ist die Idee mit dem Main Out EQ sehr gut.


    Grüße

  • Top, vielen Dank euch beiden!

    Generell hatte ich bisher seit dem Umstieg auf den Kemper (hab ihn erst seit zwei Wochen) einfach das "Problem", nicht wirklich zu wissen welche Abhörsituation ich als Referenz für meinen Sound verwenden soll. Das war bei meinem Blues Deluxe mit eingebautem Speaker einfacher; der klingt halt so wie er klingt ^^ Live spiele ich den Kemper dann allerdings ohne Box auf der Bühne , mit der ich ihn ansonsten jetzt eben auch im stillen Kämmerlein abhören und einstellen würde. Mit meinem In-Ear Monitoring für Live kann ich mir zwar einen Sound basteln, komm da dann aber sicher auf einen anderen Geschmack sobald ich ihn mal laut über eine vernünftige PA höre. Deshalb im Prinzip die Frage mit dem nachträglichen EQ :)


    Danke nochmal!
    Chris

  • Hab meinen Kemper auch erst seit zwei ca. 2 Monaten. Ich stell mir die Sounds ausschließlich über Kopfhörer ein. Live nutze ich ebenfalls IEM, sodass sich da für mich kein Unterschied ergibt.

    Der Mischer kann dann nach Belieben den EQ einstellen (und natürlich von mir verlangen, den Main Out EQ noch zu verändern). Das war's dann aber auch.


    Beim Blues Deluxe hörst du ja im Prinzip auch nur den Sound aus der Cab-Box. Abgenommen über die PA klingt er aber FOH ganz anders als zu Hause im stillen Kämmerlein.


    Und im Prinzip finde ich auch das gerade am Kemper geil. Er klingt einfach immer gleich, wie ich ihn eingestellt habe, egal in welcher Situation.

    Das ist ja bei einem Röhrenamp schon anders. Leise klingt er so, lauter schon wieder ganz anders.


    Aber ist wohl immer ein persönliches Empfinden ?



    Grüße

  • Ich handhabe es so, dass der FOH ein relative neutralen FLAT Sound bekommt.
    Jeder halbwegs vernünftige Mischer hat einen EQ den der Soundtechniker an den Raum anpassen sollte.
    Bei den meisten Sounds gebe ich auch kein Reverb mit (sofern es sich um Raumhall handelt),
    auch das überlasse ich dem FOH.
    Nur wenn es sich um Hall und Echo als Effekt handelt wird dieser mit ausgegeben.
    Bei mir ist die POST AMP Section (Effects) immer gelockt.
    So kann ich Hall / Echo dann zuschalten wenn benötigt und "Global" einstellen.